Oberbürgermeister Mädge drückt der befreundeten Stadt Solidarität aus

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 11.09.2018 - Viel Mut und Kraft sowie breite Rückendeckung aus der eigenen Stadtgesellschaft, um den Kurs zur Besonnenheit zu halten – das wünscht Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge auch im Namen der Bürgerschaft seinem Köthener Kollegen Bernd Hauschild anlässlich der Ereignisse in der befreundeten Stadt. "Es ist eine echte Herausforderung, als Oberbürgermeister es in diesen aufgeregten Tagen zu schaffen, sich sowohl der begründeten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger anzunehmen und für sie da zu sein und zugleich alles dafür zu tun, dass ein tragischer Todesfall nicht genutzt wird, um Gewalt auszuleben und Demokratie und Rechtsstaat in Frage zu stellen", sagte Mädge.

Köthen und Lüneburg pflegen seit der Wiedervereinigung eine Städtefreundschaft. Seither gibt es jährlich einen Staffellauf zwischen den Städten als eine besondere verbindende Aktion.

In Köthen war es am Sonntag zu einem Todesfall gekommen, nachdem auf einem Spielplatz mehrere Männer in Streit geraten waren. Ein 22-jähriger Deutscher starb danach offenbar an Herzversagen. Gegen zwei Afghanen wird laut Medienberichten ermittelt. Die genaueren Umstände sind ungeklärt, doch das Geschehen erinnerte zunächst an das in Chemnitz eine Woche zuvor – entsprechend groß sei auch in Lüneburg die Befürchtung, es könnten sich ebenso die dem Todesfall folgenden Ausschreitungen wiederholen, erklärt Mädge.

"Ich möchte der Stadt Köthen gegenüber unsere Solidarität bei der Lösung der anstehenden Herausforderungen ausdrücken. Es ist der richtige Weg, wenn Oberbürgermeister, Rat, Verwaltung, Kirchen, Gesellschaft und auch die Polizei hier weiter so vorausschauend agieren", unterstreicht Mädge. "Zu vorausschauendem Agieren sollten sich allerdings auch Bund und Länder aufgerufen fühlen. Sie sollten Präsenz zeigen, das Thema Integration wirklich im Blick behalten und vor allem die vielschichtigen Bemühungen darum auch ausreichend finanzieren. Zu viele Kommunen werden hier allein gelassen."