"Regelmäßige Busabfahrtzeiten wären toll"

Was Jugendliche sich für ihre Gemeinde wünschen - ein Projekt der Samtgemeinde Ilmenau 

Melbeck, 12.06.2013 - "Regelmäßigere Busabfahrtszeiten wären toll, oder eine Skatebahn..." Was wie eine Wunschliste klingt, war es auch: Jugendliche aus dem Jugendzentrum Deutsch Evern hatten vor ein paar Wochen zu Papier gebracht, was sie von "ihrem Ort" erwarten. Eingeladen zum "Orts-Brainstorming" hatte die Schulsozialarbeit des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Lüneburg und das Caritas Sozialraumbüro Melbeck. Die ganze Aktion war eingebettet und wurde gefördert vom Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken".

Meira van Lengen vom DRK Kreisverband Lüneburg und Matthias Ziethen von der Caritas hatten die 13 Jugendlichen, die sich an dem Workshop "Mitreden-Mitmischen-Mitbestimmen" beteiligten, gefragt: Was wünschst Du Dir für Deine Gemeinde? Bei alkoholfreien Cocktails und Snacks wurde fleißig und ohne Beschränkungen über Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen diskutiert und alles notiert.

"Im ersten Schritt geht es nicht darum, ob die Ideen finanziell realisierbar sind, sondern vielmehr darum herauszufinden, was den Jugendlichen in ihren Gemeinden fehlt und was sie sich wünschen würden“ sagt Meira van Lengen. "Da wir davon ausgehen, dass Jugendliche die Experten ihrer eigenen Lebenswelt sind, ist es für uns von elementarer Bedeutung, ihre Sichtweise zu erfahren", ergänzt Matthias Ziethen.

Nach der Ideenfindung wurde darüber gesprochen, wie die Wünsche und Ideen der Jugendlichen verwirklicht und in die Entscheidungsgremien der Gemeinde, also in die Politik, einfließen können. "In diesem Zuge haben wir den Workshopteilnehmern einige Modelle der Beteiligung vorgestellt, aus denen sie wiederum eigene Modelle weiterentwickeln sollten. Und es sind wirklich tolle Ideen entstanden. Zum Beispiel die Einführung eines Wunsch- und Meckerkastens. Die Besonderheit ist hierbei, dass dieser im Netz organisiert und aufgebaut werden soll", sagt Meira van Lengen.

Die engagierten Jugendlichen wollen nun ihre Ergebnisse in den Ratssitzungen der Samtgemeinde Ilmenau vorstellen. Man darf gespannt sein, was dabei dann am Ende herauskommt. 

 

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