Bandenmitglieder vor Gericht

Angeklagte versuchten Geldautomaten zu entwenden

Das Landgericht in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 08.11.2017 - Morgen, 9. November, beginnt vor der 10. großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg das Verfahren gegen zwei Angeklagte im Alter von 26 und 44 Jahren wegen schweren Bandendiebstahls. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, sich mit einer Gruppe anderer Personen zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um in wechselnder Besetzung durch verschiedene Bandenmitglieder Geldautomaten zu entwenden. Dabei sollen die Angeklagten versucht haben, Geldautomaten umzufahren oder aus der Verankerung zu reißen, um sie mitzunehmen und so an das Bargeld zu gelangen.

Mehrere andere Angeklagte wurden als Angehörige dieser Bande bereits im Juli dieses Jahres durch das Landgericht Lüneburg zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Die nun angeklagten weiteren zwei Personen sollen, so die Anklage der Staatsanwaltschaft Lüneburg, an fünf derartigen Taten beteiligt gewesen sein; in einem dieser Fälle hätten die Täter den Geldautomaten mitgenommen und auf diese Weise Bargeld in Höhe von gut 25.000 Euro erbeutet. In den anderen Fällen sei es den Angeklagten aus verschiedenen Gründen nicht gelungen, die Geldautomaten zu entwenden. Auch in diesen Fällen sei aber hoher Sachschaden an Fahrzeugen, Gebäuden und Geldautomaten in Höhe von deutlich über 80.000 Euro entstanden. Die Taten sollen sich in den Monaten November und Dezember 2016 in Uelzen, Burgwedel, Goslar, Kassel und Semmenstedt ereignet haben.

Die Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Im Falle einer der Anklage entsprechenden Verurteilung drohen ihnen mehrjährige Freiheitsstrafen. Für den ersten Verhandlungstag hat die Kammer zwei Zeugen geladen. Die Verhandlung beginnt um 9.30 Uhr in Saal 121. Fortsetzungstermine sind für den 1., 5., 7. und 21. Dezember sowie 3., 4., 8., 10., 15., 18. und 23. Januar bestimmt.

 

 

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