Breitband-Ausbau geht in die nächste Etappe

Kreisausschuss stimmt Vertragsentwurf mit der Telekom zu – Bund muss zustimmen

Lüneburg, 07.02.2018 - Das Breitband-Projekt des Landkreises Lüneburg scheint nun doch noch voranzukommen. Am Montag, 5. Februar, stimmte der Kreisausschuss einstimmig für einen Vertragsentwurf mit der Telekom und gab damit grünes Licht für die Fortsetzung des Projekts. Damit kann der Landkreis die Vertragsunterlagen an den Bund weiterleiten, in diesem Fall die Fachagentur Atene KOM. "Dort werden die Unterlagen mit den Karten für das Ausbaugebiet noch einmal auf Herz und Nieren geprüft", sagt Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, "wenn alles gut läuft, können wir bis Ende März 2018 mit einem Förderbescheid rechnen."

Doch erst mit Erhalt des Förderbescheids kann die Vertragsunterzeichnung und damit die Beauftragung der Telekom für den Ausbau erfolgen. Laut Krumböhmer werden dafür etwa 18 Monate eingeplant. Rund 14.360 Haushalte im Projektgebiet könnten dann einen zeitgemäßen Glasfaser-Internetzugang erhalten, mit dem auch große Datenmengen wie Filme, Musik und technische Dateien problemlos empfangen und versendet werden können. Das Ausbaugebiet reicht von der Gemeinde Amelinghausen, der Stadt Bleckede, den Samtgemeinden Dahlenburg, Ilmenau, Ostheide und Scharnebeck bis zum Ortsteil Stiepelse der Gemeinde Amt Neuhaus.

Möglich wird der flächendeckende Breitband-Ausbau, weil der Landkreis eine sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke fördert. Damit ist das Geld gemeint, das der Landkreis dem Unternehmen zahlt, damit es in der Fläche schnelles Breitband anbietet. Insgesamt sind das 16,7 Millionen Euro. Der Bund fördert das Projekt zur Hälfte mit knapp 8,4 Millionen Euro, das Land gibt noch einmal zwei Millionen Euro dazu. "Der Landkreis und die Kommunen übernehmen jeweils 3,17 Millionen Euro", erklärt Krumböhmer.

 

 

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