Im Kreistag geht es heute erneut um den Bau der Elbquerung bei Neu Darchau

So etwa wird es aussehen, sollte die Elbbrücke tatsächlich kommen. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 24.09.2018 - Kommt die Elbbrücke bei Neu Darchau nun doch? Heute entscheidet der Kreistag, ob der Landkreis Lüneburg wieder ins Planfeststellungsverfahren für eine feste Elbquerung zwischen Darchau und Neu Darchau einsteigt. Vor gut drei Jahren – im Juli 2015 – hatte der Kreistag nach hitzigen Debatten beschlossen, kein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Der Brückenbau galt damals als nicht finanzierbar, der geschätzte Eigenanteil des Landkreises war auf 29,25 Millionen Euro gestiegen.

Ganz von vorn mmuss aber aber nicht anfangen, sollte der Kreistag heute doch noch grünes Licht für ein Planfeststellungsverfahren geben, denn viele Fragen zur Elbbrücke sind durch das abgeschlossene Raumordnungsverfahren bereits geklärt: In der landesplanerischen Feststellung von 2016 wurde untersucht, wo der Verkehr am besten entlanggeführt werden sollte. Neben den verschiedenen Trassenvarianten wurden auch der Naturschutz und der Schutz der Bevölkerung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Beim Bau einer Brücke wäre eine Umfahrung des Ortes Neu Darchau die beste Lösung, Deich und Ortsumfahrung müssten abschnittsweise auf einer gemeinsamen Linie liegen, die Planungen also miteinander verschmelzen.

Ob Umweltverträglichkeitsstudie, Verkehrsprognose oder Hochwasserberechnungen: Die vorhandenen Gutachten und Pläne zur Elbbrücke könnten im Planfeststellungsverfahren weiterhelfen, auch wenn einige Daten auf den aktuellen Stand gebracht werden müssten. Alle Unterlagen zum Raumordnungsverfahren und zur landesplanerischen Feststellung können auf der Internetseite des Landkreises Lüneburg angesehen und unter www.landkreis-lueneburg.de/elbbrücke heruntergeladen werden.