Kreistag beschließt Wiederaufnahme der Planung 

Lüneburg, 26.09.2018 - Die bereits totgesagte Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau wird wiederbelebt. Am Montag beschloss der Kreistag, die Brückenplanungen wieder aufzunehmen und ein Planfeststellungsverfahren vorzubereiten. Grund für diese Entscheidung: Die Politiker sehen neue Finanzierungsmöglichkeiten. Alle notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren wird nun der kreiseigene Betrieb Straßenbau und -unterhaltung zusammenstellen.

Viele Fragen zur Elbbrücke sind schon jetzt durch frühere Anläufe geklärt: In der landesplanerischen Feststellung von 2016 wurden unter anderem verschiedene Trassenvarianten, Umwelt- und Lärmschutz unter die Lupe genommen. Allerdings stoppte der Kreistag mit knapper Mehrheit damals die Planungen, weil der Brückenbau für den Landkreis als nicht finanzierbar galt. Landrat Manfred Nahrstedt hatte für die Beteiligung des Landkreises an den Bau- und Planungskosten eine Obergrenze von 10 Millionen Euro gesetzt.

Für den neuen Anlauf ist der nächste große Schritt: In einer Konferenz sollen alle Träger öffentlicher Belange in das Verfahren einbezogen werden.
Nach aktuellen Schätzungen liegen die Kosten für die Elbbrücke bei rund 65 Millionen Euro. Den Großteil davon - nämlich 75 Prozent - will nach Angaben von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann das Land Niedersachsen übernehmen.