CDU-Abgeordneter: Auswirkungen von Fehmarnbelt-Tunnel bei Alpha-E stärker berücksichtigen  

Deutlich mehr Güterzüge könnten künftig durch Lüneburg fahren, wenn der Fehmarnbelt-Tunnel fertiggestellt ist. Foto: LGheute Berlin/Lüneburg, 17.10.2018 - Kommt es mit dem künftigen Schienengüterverkehr durch Lüneburg noch dicker als bislang ohnehin schon angenommen? Ein solches Szenario will der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols nicht ausschließen. Als Grund nennt er das Verkehrsprojekt "Fehmarnbelt-Tunnel", der die dänische Insel Lolland mit der deutschen Insel Fehmarn verbinden und den Verkehr von Skandinavien über Deutschland in die Mittelmeerregion vereinfachen soll. "Das wird dann auch Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr hier bei uns in Lüneburg haben", sagt Pols, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ist.

Pols hebt hervor, dass der Fehmarnbelt-Tunnel wie die Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover Bestandteil des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors ist, den die EU gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten plane. Der fast 18 Kilometer lange und voraussichtlich 7,1 Milliarden Euro teure Tunnel soll aus einer vierspurigen Autobahn und einer zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke bestehen.

"Die Hinterlandanbindung auf deutscher Seite sieht nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums vor, den einen Teil des aus Skandinavien kommenden Schienengüterverkehrs nach Osten über Bad Kleinen und den ganzen Rest nach Maschen in Hamburg abzuführen. Doch damit ist dann noch nicht Schluss, denn irgendwie muss ja zumindest ein Teil der Güter weiter nach Süden transportiert werden. Dies würde dann ebenfalls über die Bahnstrecke Hamburg-Hannover erfolgen müssen", erklärt Pols.

Das müsse bei der "Alpha-E"-Diskussion stärker als bisher berücksichtigt werden, erklärt Pols weiter und ergänzt: "Es stehen noch viele Antworten zu Alpha-E aus, gerade auch bezüglich des transeuropäischen Verkehrsprojekts. Dies habe ich übrigens auch schon der Planungs- und Betreibergesellschaft des Fehmarnbelt-Tunnels deutlich gemacht und bin dazu mit dem Koordinator der EU-Kommission in Kontakt. Wir brauchen endlich Klarheit über das, was man bei uns vor der Tür machen will. Ob wir als Region das dann auch so akzeptieren, ist noch einmal eine ganz andere Frage."