Förderverein "Brücken bauen" startet Kampagne für Elbbrücke

Mit einer Plakataktion macht der Förderverein Brücken bauen Stimmung gegen Brückengegner. Grafik: FördervereinBleckede, 21.06.2016 - Der Förderverein Brücken bauen kämpft weiter um den Bau der Elbbrücke bei Neu Darchau. Nachdem der Landkreis seinen Bericht zur landesplanerischen Feststellung vorgelegt und das Raumordnungsverfahren für die Brücke abgeschlossen hat, fordert der Verein jetzt einen neuen Ansatz für den Bau der Elbbrücke. "Zunächst muss die Straße Neuhaus – Neu Darchau von einer Kreisstraße wieder in eine Landesstraße umgewidmet werden. Damit wäre das Land Niedersachsen für den Bau der Elbbrücke verantwortlich", sagt Jörg Sohst, 2. Vorsitzender des Fördervereins. Eine Anzeigenkampagne während des Kommunalwahlkampfs soll die Ziele des Vereins unterstützen.

"Wie das Hochwasser 2013 gezeigt hat, kann man bei Hochwasserkatastrophen auch bei Lauenburg nicht mehr über die Elbe gelangen", erklärt Sohst. Deshalb werde auf dem Elbabschnitt zwischen Dömitz und Geesthacht eine hochwassersichere Elbquerung benötigt, um im Falle eines Hochwassers Einsatzkräfte und Material schnell auf die jeweils andere Elbseite verlegen zu können. "Mit dieser Forderung kann das Land Mittel des Bundes und der Europäischen Union für den Bau der Elbbrücke einwerben."

Kampagne zur Kommunalwahl

Um seine Ziele erreichen zu können, will der Verein sich während des Wahlkampfs für die Kommunalwahlen am 11. September einbringen. "Alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Lüneburg sind aufgerufen, den Kreistag neu zu wählen. Der Kreistag hat mit seiner derzeitigen Mehrheit den Bau der Elbbrücke gestoppt, obwohl eine deutliche Mehrheit der Bürger sich anlässlich der Bürgerbefragung am 20. Januar 2013 für den Bau der Elbbrücke ausgesprochen hatte. Der Bürgerwille ist ignoriert worden", erklärt Sohst.

Mit der Kommunalwahl bestehe nun die Chance, die Zusammensetzung des Kreistages so zu verändern, dass ein neuer Weg zur Verwirklichung der Brücke begangen werden kann, ist Sohst überzeugt. Der Förderverein wird daher parallel zur Kommunalwahl eine Kampagne unter dem Motto "Kein X für Brückengegner" durchführen. 

Sohst wird zudem den Besuch des Europaabgeordneten Burkhard Balz im Ostkreis am 10. August 2016 nutzen, das Anliegen der Brückenbefürworter vorzubringen. Balz wird von ab 14.45 Uhr im Café Rautenkranz in Darchau erwartet. "Dies ist eine erste Gelegenheit für uns, die neue Chance für die Elbbrücke mit einem Europapolitiker zu erörtern. Die wollen wir natürlich nutzen", sagt Sohst.