Spezialfirma sucht nach weiterer Munition aus dem Zweiten Weltkrieg

Nachdem zwei Phosphorhandgranaten im Bleckeder Schlossgraben gefunden wurden - hier ein Foto von der Bergung einer Granate am 25. August - wurde das Areal jetzt abgesperrt. Foto: FF BleckedeBleckede, 06.09.2019 - Nachdem innerhalb von einer Woche zwei Phosphorhandgranaten im Bleckeder Schlossgraben gefunden wurden, wurde das Areal jetzt aus Sicherheitsgründen großräumig abgesperrt. Eine Spezialfirma wurde nun für die Sondierung und Bergung beauftragt, teilt die Stadt mit. Da vom Kampfmittelbergungsdienst (KMBD) weitere Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg im Schlossgraben vermutet werden, wurden aus Sicherheitsgründen alle drei Zugänge zum Schlosspark von der Stadt Bleckede gesperrt.

Eine Spezialfirma für Kampfmittelbergung aus Norderstedt werde nun damit beginnen, die rund 3.000 Quadratmeter trockene Fläche im Graben zu sondieren und mögliche Funde zu bergen. 

Um weitere Vorfälle schnell zu entdecken, wird der Schlossgraben bis zum Beginn der Sondierung durch die Spezialfirma regelmäßig von den Mitarbeitern des Schlosses kontrolliert. Das Schloss mit seinen Ausstellungen ist weiterhin zugänglich. Wie lange die Sondierungs- und Bergungsarbeiten dauern, richtet sich nach Einschätzung der Lage durch die beauftragte Fachfirma.

Durch die langanhaltende Trockenheit ist der Graben um das Bleckeder Schloss weitestgehend ausgetrocknet. Dadurch kamen wie berichtet am Sonntag, 25. August, sowie am Montag, 2. September, Phosphorhandgranaten im Schlossgraben mit Sauerstoff in Kontakt, wodurch gefährliche Gase freigesetzt wurden. An beiden Tagen wurden die Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst geborgen und zur Vernichtung nach Munster transportiert.