Kampfmittelexperten stoßen auf zahlreiche Funde – Arbeit im Schlossgraben geht weiter 

Im August und September hatten Experten Phosphorhandgranaten im Schlossgraben geborgen, nachdem diese sich selbst entzündet hatten. Foto: Stadt Bleckede Bleckede, 25.10.2019 - Acht britische Handgranaten, davon eine mit Phosphor, eine US-Handgranate, ein Gewehr, eine Pistole und diverse Munition – das ist die Bilanz der Suche von Experten der Kampfmittelbergung im Bleckeder Schlossgraben nach vier Wochen. Und die Suche geht weiter, denn die von der Stadtverwaltung beauftragte Spezialfirma für Kampfmittelbergung aus Hamburg hat erst 1400 der rund 3000 Quadratmeter des Schlossgrabens sondiert und von Kampfmitteln befreit.

Nach Einschätzung durch die beauftragte Spezialfirma werden die Sondierungsarbeiten voraussichtlich noch bis Weihnachten 2019 andauern, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Schlosspark werde daher weiterhin gesperrt bleiben und darf erst nach der offiziellen Freigabe nach Beendigung der Sondierungsarbeiten wieder betreten werden. Der Schlosshof und das Schloss mit seinen Ausstellungen sind jedoch weiterhin zugänglich.

Durch die langanhaltende Trockenheit ist der Graben um das Bleckeder Schloss nach Angaben der Stadt weitestgehend ausgetrocknet. Dadurch kamen am Sonntag, 25. August, sowie am Montag, 2. September, mehrere Phosphorhandgranaten im Schlossgraben mit Sauerstoff in Kontakt, wodurch gefährliche Gase freigesetzt wurden. An beiden Tagen wurden die Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst geborgen und zur Vernichtung nach Munster transportiert (LGheute berichtete).