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Podiumsdiskussion mit Diplomaten aus Estland, Lettland, Litauen und Polen im Ostpreußischen Landesmuseum 

Polen und die baltischen Staaten haben den Krieg direkt vor ihrer Haustür. Grafik: OLLüneburg, 21.03.2022 - Was wäre wenn? Was wäre, wenn die baltischen Staaten und Polen angesichts des Krieges in der Ukraine nicht Mitglied der EU und der Nato wären? Würde es ihnen dann ähnlich ergehen wie jetzt der Ukraine? Um diese und weitere Fragen zur aktuellen Situation geht es bei einer hochrangig besetzten Podiumsdikussion am 24. März im Ostpreußischen Landesmuseum.

In der Ankündigung zu der gemeinsamen Veranstaltung von Ostpreußischem Landesmuseum und Nordost-Institut heißt es: Der von der russischen Regierung befohlene Überfall auf die Ukraine ist ein historischer Einschnitt. Für die baltischen Staaten und Polen bedeutet dieser Krieg und die damit verbundene Aggression eine sicherheits- und gesellschaftspolitische Zäsur ersten Ranges. Ohne den Beitritt zur EU und zur Nato befänden sich insbesondere die baltischen Staaten in einer der Ukraine ähnelnden Situation, nämlich allein einem Nachbarn gegenüberzustehen, der für die Verwirklichung seiner imperialen Ziele auch vor dem Einsatz massiver militärischer Gewalt nicht zurückschreckt.

An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Alar Streiman, Botschafter der Republik Estland, Ramūnas Misiulis, Botschafter der Republik Litauen, 
Paweł Jaworski, Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg und Oberstleutnant Rolands Millers, Militärattaché der Republik Lettland. Die Diskussion wird geleitet von Prof. Dr. Joachim Tauber, Direktor des Nordost-Instituts, und Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischem Landesmuseums. Landrat Jens Böther wird die Diskussionsrund mit einem Grußwort einleiten.

Die Veranstaltung soll die Situation aus der Sicht der Baltischen Staaten und Polens vorstellen. Wie ist die Stimmung der Bevölkerung, fühlen sich die Menschen an der Weichsel oder an der Ostsee direkt bedroht? Wird die Nato-Verpflichtung als ausreichend und glaubwürdig angesehen? Was bedeutet die neue Situation für die Wahrnehmung von EU und Nato? Wie wird der Politikwechsel in Deutschland in Polen und dem Baltikum bewertet?

◼︎ Aktuelle Situation

Daneben geht es um die konkrete politische Lageeinschätzung. Wie beurteilen die Osteuropäer die Politik Russlands und die Rolle und Ziele des russischen Präsidenten? Sehen die Diplomaten die Gefahr einer militärischen Eskalation? Welche Maßnahmen werden zur konkreten Unterstützung der Ukraine ergriffen. Wird die Flüchtlingspolitik weiterhin auf eine große Zustimmung in der Bevölkerung zählen können?

Und welche Schlussfolgerungen sind aus all dem zu ziehen? Welche sicherheits- und militärpolitischen Konsequenzen zeichnen sich ab? Welche Bedeutung kommt dem Kaliningrader Bezirk und den russischen Minderheiten in Lettland und Estland zu? Welche Wege aus dem Krieg zeichnen sich ab, gibt es derzeit realistische Szenarien?

◼︎ Hybrid-Veranstaltung

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und wird hybrid erfolgen. Interessierte können in Präsenz teilnehmen oder einen Zugangslink für eine Online-Übertragung erbeten. Anmeldung unter Tel. 04131-7599 50 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bei Präsenzteilnahme sind die Corona-Regeln zu beachten. Für diese Veranstaltung gilt voraussichtlich die 3G-Regel; in den Innenräumen müssen FFP2-Masken getragen werden, im Sitzen können diese abgenommen werden.