Drucken

Der Michaelshof in Sammatz erblüht in bunten Farben

Rund 150.000 Tulpen waren auf Bewunderer der Frühlimgsboten. Forto: Mel Flower TeamfotoSammatz, 21.03.2021 - Tulpen, wohin das Auge schaut. Wer sich Anfang April einen besonderen Frühlingsgenuss gönnen möchte, sollte sich nach Sammatz im Landkreis Lüchow-Dannenberg auf den Weg machen. Unweit der Elbe bei Neu Darchau hat ein Team aus Gärtnerinnen und zahlreichen freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt im November und Dezember 150.000 Tulpenzwiebeln in den Sammatzer Boden gepflanzt, die jetzt auf ihre Bewunderer warten.

Mehr 200 verschiedene Tulpen-Sorten sollen es sein, die auf dem romantischen Areal des Michaelshofs in Sammatz gepflanzt wurden. Papageien-, Zwerg- und gefüllte Tulpen, die in vielen Gärten zu Hause sind, glänzen mit ihren Frühlingsfarben, aber auch lilienblütige Tulpen sowie Viridiflora und Damen-Tulpen, die zu den auffallenderen Arten gehören. Das Zusammenspiel von Farben, großen Beet-Flächen oder kleinen Wiesen-Arrangements mit anderen Frühblühern macht den besonderen Reiz dieser Blumenpracht inmitten einer faszinierenden Landschaft aus.

"Nun hoffen wir nur noch, dass sich die Corona-Lage bis dahin entspannt und unser Programm planmäßig stattfinden kann", sagt Hannah Jülich, die sich auf dem Michaelshof besonders im Bereich der Gärten engagiert. Sie ist begeisterte Gärtnerin und kennt fast jeden Namen der üppigen Vielfalt an Frühblühern, Einjährigen, Stauden, Sträuchern und Bäumen, die auf dem etwa sechs Hektar großen Gelände des Arche-Hofes und der Sammatzer Gärten wachsen.

Im Frühling sind es die Krokusse, Tulpen und Narzissen, die viele Besucher aus der Region und selbst Gartenfreunde aus Hamburg und weiter her nach Sammatz locken. Um die Besucherströme besser leiten und Abstandsregeln einhalten zu können, hat sich das Sammatzer Team eine geführte Tour durch die Anlage ausgedacht. Wer möchte, kann dabei sogar kleine frühlingshafte Snacks genießen. Für die Kids gibt's spannende Aufgaben nebenbei.  Am Wochenende des 17. und 18. April wird die Aktion soll die Kulturgeschichte dieser besonderen Blume beleuchtet werden – spannend wie ein Krimi, versprechen die Sammatzer.

Der Eintritt ist auch in diesem Jahr frei. Die Besucher werden um eine freiwillige Spende gebeten – denn die Anlage will immer wieder neu bepflanzt, gehegt und gepflegt werden. Dazu tragen auch die vielen freiwilligen Helfer aus aller Welt bei, die durch das internationale Volunteer-Programm seit einigen Jahren tatkräftig und voller Lebensfreude helfen.

"Jeder soll uns besuchen können, auch Familien mit großer Kinderschar, oder Menschen, die es in Corona-Zeiten gerade nicht so dicke haben", betont Gartenspezialistin Hannah. Sie selbst ist seit über zehn Jahren auf dem Hof – und immer noch jeden Tag begeistert von all den schönen Eindrücken und Erlebnissen, die man hier machen kann.

Auch nach der Tulpenblüte geht es auf dem Michaelshof weiter. Auf dem romantisch in die hügelige Landschaft eingebetteten Gelände warten dann Arche-Tiere, selbstgebackene Brote und Kuchen, eigner schmackhafte Kräutertees auf die Besucher. Und spätestens ab Juni blühen in den Sammatzer Gärten an die 3000 Rosen aus etwa 400 Sorten inmitten einer Vielzahl weiterer duftender Blumen und botanischer Besonderheiten.

Die Sammatzer Tulpentage finden – soweit die Pandemie-Situation es zulässt – vom 9. bis 18. April statt. Ein Sicherheits- und Hygienekonzept zum Infektionsschutz ist eingerichtet.