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Stadt und Kreis wollen Zusammenarbeit verbessern

Claudia Kalisch und Jens Böther bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 27.04.2022 - Wie soll Mobilität in der Region künftig aussehen? Darüber denken Stadt und Landkreis schon seit langem nach, nun haben sie eine Vereinbarung getroffen, die Planungen dafür gemeinsam auf den Weg zu bringen. Mittels Gutachten sollen zunächst zukunftsweisende und nachhaltige Konzepte für die Erarbeitung gemeinsamer Ziele und Umsetzungen entwickelt werden.

"Die Mobilitätswende ist mit Blick auf den Klimawandel eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit", ließen Landrat Jens Böther und Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch bei der Unterzeichnung der Vereinbarung im Kreishaus verkünden. "Eine moderne Verkehrspolitik für unsere Region können wir nur zusammen erreichen“, ist Kalisch überzeugt, "denn Verkehr endet nicht an der Stadtgrenze". Auch Böther hält die intensive Zusammenarbeit von Rathaus und Kreishaus in Sachen Fortbewegung für unverzichtbar. "So können wir die Stadt-Umland-Verkehre verstärkt in den Blick nehmen und insbesondere die Attraktivität des Busverkehrs zwischen Stadt und Umland weiter stärken."

Konkret gehe es bei den geplanten Gutachten darum, Strategien zur Anpassung der Mobilität in der Region zu entwickeln sowie mit einer möglichst breiten Öffentlichkeitsbeteiligung konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Dabei sollen unter anderem folgende Teilbereiche in den Blick genommen werden: die aktive Mobilität, sprich der Fuß- und Radverkehr, der öffentliche Personennahverkehr, die Verkehrssicherheit, der fließende und ruhende Straßenverkehr, Intelligente Verkehrssysteme sowie Lieferverkehre und der Bereich Logistik generell.

Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass Stadt und Landkreis für ihre jeweiligen Mobilitätsgutachten gemeinsame Zielsetzungen erarbeiten und die Gutachten vom selben Planungsbüro erarbeiten lassen. "So werden die Konzepte aus einer Hand und mit dem Blick auf thematische Verflechtungen bearbeitet", erläutert Böther. "Außerdem nutzen wir Synergien, insbesondere bei der geplanten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie von Verbänden und Organisationen", ergänzt Kalisch. 

Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist gleichzeitig der Startschuss für eine zeitnahe Ausschreibung des Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplans (NUMP), der von der Hansestadt initiiert wurde, und des Mobilitätsgutachtens des Landkreises. Stadt und Landkreis beauftragen und finanzieren ihre Gutachten jeweils getrennt, allerdings sollen beide Gutachten gemeinsam ausgeschrieben werden. Die Mobilitätsausschüsse von Stadt und Kreis sowie der gemeinsame Mobilitätsgrundsatzausschuss sollen bei der Erarbeitung der Ziele mitwirken.  

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