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Winterdienst des Landkreises sieht sich gut vorbereitet

1.600 Tonnen Streusalz sind für den Fall der Fälle eingelagert. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 03.11.2021 - Der Herbst kündigt es an: die Temperaturen fallen und nähern sich nachts auch schon mal dem Frostbereich. Für Betrieb Straßenbau und -unterhaltung (SBU) des Landkreises Lüneburg heißt es nun, die Wetterprognosen genau im Blck zu behalten. Denn der erste Frost auf den Kreisstraßen läutet parallel die Saison für den Winterdienst ein. Insgesamt rund 380 Straßenkilometer müssen gestreut werden, damit sie in den Morgenstunden eisfrei sind und sicher für den Verkehr bleiben.

Wann genau der erste Einsatz ansteht, ist jedes Jahr aufs Neue schwer einzuschätzen. "Wir rechnen aktuell noch nicht damit, dass wir mit den Streufahrzeugen rausfahren müssen", erläutert Jörg Neben die Lage. Seit 13 Jahren ist er als Einsatzleiter für die Koordinierung des Winterdienstes zuständig. In den vergangenen zwei Wintern gab es relativ wenig zu tun. "Die letzte Saison war maximal durchschnittlich, was die Einsätze anging. Erst am Ende kam noch einmal eine Schneefront auf uns zu", skizziert Neben. Die war dann aber doch nicht so stark ausgefallen, wie zuvor prognostiziert wurde.

Doch es gab schon andere Winter. Zwischen 2009 und 2010 wütete beispielsweise ein Extremwinter in der Region. Mehr als 80 Einsätze verzeichnete der SBU damals. Andere Winter waren deutlich gnädiger. Teilweise mussten die Streufahrzeuge weniger als 30 Mal ausrücken. Im letzten Winter waren es 44 Einsätze.

Die Einsätze der Streufahrzeuge starten vom 2020 eröffneten Betriebshof in Scharnebeck. Sechs Streufahrzeuge können von hier aus bei Schnee und Eis eingesetzt werden – ein zusätzlicher Wagen ist im Amt Neuhaus geparkt. Für die 180 Kilometer Radweg stehen zwei Kleinfahrzeuge bereit. Ab dem 15. November laufen die Kontrollen auf den Straßen regulär an. Dann prüfen Mitarbeiter des SBU bereits morgens um halb vier die Fahrbahnen auf Frost. Besonders die Strecken, die bedeutungsvoll für den Berufsverkehr sind, werden von den Kontrolleuren genau unter die Lupe genommen – ebenso die Bereiche rund um die Schulen.

Gestreut wird ein Gemisch aus Trockensalz und Sole. 1.600 Tonnen lagern davon aktuell in der Halle. "Wenn es hart auf hart kommt, können wir im Frühjahr noch einmal bis zu 500 Tonnen nachbestellen", versichert Neben.