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Virus-Infizierter aus Wolfenbüttel hatte sich zuvor in Südafrika aufgehalten

Hannover, 29.11.2021 - Die Omikron-Variante des Coronavirus ist höchstwahrscheinlich auch in Niedersachsen angekommen. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilt, besteht bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, mit der Variante infiziert zu sein. Derzeit befindet sich der Mann, der sich zuvor in Südafrika aufgehalten hatte, in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt (NLGA) sollen im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht bestätigt.

Wie das Ministerium berichtet, raten bei dem Mann nach seinem Aufenthalt in Südafrika in der vergangenen Woche Erkältungssymptome auf. Sowohl ein vor Ort durchgeführter Antigenschnelltest als auch ein am Landesgesundheitsamt analysierter PCR-Test hätten eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Ob es sich dabei um die Omikron-Variante handelt, ermittelt das Landesgesundheitsamt nun mithilfe des Sequenzierverfahrens, das eine genaue Bestimmung der Virus-DNA ermögliche. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen im Laufe der Woche vorliegen. Im Falle der Bestätigung des Verdachts wird das Ergebnis an das Robert-Koch-Institut (RKI) übersandt, das mit den Daten eine deutschlandweite Surveillance der zirkulierenden Virenstämme durchführt.

Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt dazu: "Das Auftreten dieser neuen Variante beunruhigt uns, gerade weil wir aus heutiger Sicht noch nicht genug über sie wissen. Es ist deshalb wichtig, dass wir mit auftretenden Verdachtsfällen sehr umsichtig und gewissenhaft umgehen. Angesichts der Tatsache, dass Omikron noch ansteckender sein könnte als die Delta-Variante, ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Impflücke so schnell wie möglich schließen und die Auffrischungsimpfungen weiter vorantreiben."

Dr. Fabian Feil, Präsident des NLGA, erklärt zu dem Verdachtsfall: „Seit der Rückkehr aus Südafrika hatte die Person nur Kontakt im häuslichen Umfeld." Alle im Haushalt wohnenden Personen befänden sich derzeit in Isolation, weshalb weitere Infektionen durch Kontakt mit dem Verdachtsfall extrem unwahrscheinlich seien. 

Weiter erklärte Dr. Feil, es werde auf lange Sicht "praktisch unmöglich" sein, den Eintrag einer ansteckenderen Virusvariante zu verhindern. "Bereits bei der Alpha- und Delta-Variante wurde deutlich, dass sich ansteckendere Varianten des Virus auch über Ländergrenzen hinweg durchsetzen. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, dass die Omikron-Linie mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 deutlich infektiöser ist als die Delta-Variante, wird sie sich auch bei uns in den nächsten Monaten durchsetzen. Es gilt daher umso mehr: Es kommt auf jede und jeden an, sich impfen zu lassen, die AHA+L-Regeln zu beachten und die Kontakte zu reduzieren, um die Pandemie zu bewältigen."