Landkreis, 13.05.2012 - Landrat Manfred Nahrstedt will sich offenbar für eine probeweise Sperrung der Bundesstraße 216 für den schweren Transit-Lkw-Verkehr einsetzen. Dies geht aus Unterlagen hervor, die unter anderem der Bürgerinitiative (BI) Göhrde vorliegen. Wie die BI weiter mitteilte, sollen schon in Kürze entsprechende Gespräche zwischen betroffenen Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg folgen.

Bereits am 8. Mai habe es ein Gespräch der Bürgermeister der B216-Gemeinden Barendorf, Bavendorf, Oldendorf/Nahrendorf und Dahlenburg mit Landrat Nahrstedt gegeben, bei dem über die Sperrung der B216 für den Mautausweichverkehr gesprochen wurde, teilte die BI mit. Nahrstedt habe darauf hin einer probeweisen Sperrung für ein bis anderthalb Jahre zugestimmt. Der Landkreis Lüneburg will nun auf Ebene der Landräte und Hauptverwaltungsbeamten zu Gesprächen einladen, um den Prozess in Gang zu bringen.

Öffentlich bekannt wurden diese Informationen anlässlich einer Bürgerversammlung zur Sperrung der B216 am vergangenen Donnerstag in Metzingen, zu der die Gemeinde Göhrde (Landkreis Lüchow-Dannenberg) eingeladen hatte. Die Gemeinde dort ist wie auch die B216-Gemeinden im Landkreis Lüneburg von einer deutlichen Zunahme des Schwerlast-Verkehrs betroffen. Mautpflichtige Lkw würden diese Strecke nutzen, um die Lkw-Maut auf den Autobahnen zu umgehen, entsprechende Verkehrs- und Unfallzahlen würden dies belegen, so Sonja Thun, eine der beiden Initiatorinnen der BI.

Nach der B4 und der B209 wäre die B216 die dritte Bundesstraße im Landkreis Lüneburg, die für den schweren Transit-Lkw-Verkehr gesperrt wird.