Politik und Verwaltung

Axt-Angreifer vor Gericht

51-Jähriger muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten

Das Landgericht in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 07.08.2018 - Am 9. August beginnt vor der 4. großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg als Schwurgericht das Verfahren gegen einen Angeklagten im Alter von heute 51 Jahren wegen versuchten Totschlags und Bedrohung. Die Staatsanwaltschaft legt dem 51-Jährigen zur Last, am Abend des 23. November 2017 in Clenze zunächst seinem Nachbarn, mit dem er um ein Wegerecht streite, mit dem Tode bedroht zu haben. Etwas später habe er dann in Tötungsabsicht mit einer Axt nach dem Nachbarn geschlagen, der jedoch habe ausweichen können.

Öko-Bauern dürfen mogeln

Landesregierung gestattet Raufutter aus konventioneller Erzeugung

Hannover, 05.08.2018 - Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) will die Bauern bei der Bewältigung der Dürrefolgen nicht allein lassen: Ökobetriebe erhalten ab sofort die Möglichkeit, sogenanntes Raufutter zuzukaufen, das aus konventioneller Erzeugung stammt. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wurde zu Monatsbeginn vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) erlassen. Es ist die erste Nothilfe-Maßnahme für Öko-Futter seit der Einrichtung des LAVES 2001.

Neue Jahreskarten für Elbfähren

Bestellungen auch per Internet möglich

Die Jahreskarten gelten für die Fähren Tanja (Foto) und Amt Neuhaus. Foto: LGheuteLüneburg, 05.08.2018 - Einwohner des Landkreises Lüneburg, die regelmäßig über die Elbe setzen, können ab sofort eine neue Jahreskarte bekommen. Die Jahreskarten sind immer vom 1. September eines Jahres bis zum 31. August des Folgejahres gültig und können im Internet unter www.landkreis- lueneburg.de/elbfahrkarten bestellt werden. Außerdem werden die Jahreskarten in den KFZ-Zulassungsstellen des Landkreises in Lüneburg und Bleckede verkauft. Sie kosten 240 Euro für eine Person mit Pkw oder 96 Euro für eine Person ohne Fahrzeug. Wer seine Jahreskarte erst nach dem 1. September kauft, zahlt einen entsprechend verringerten Preis für die verbleibenden Monate.

Sicherheit aus der Luft

Feuerwehrflugzeug unterstützt bei der Brandbekämpfung 

Das Feuerwehrflugzeug aus Lüneburg ist eines von zweien, die in Niedersachsen einngesetzt werden (Archivfoto). Foto: LGheute Lüneburg, 28.07.2018 - Wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze hat der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen von den Standorten Lüneburg und Hildesheim seine Beobachtungsflüge gestartet. Die zuständige Polizeidirektion Lüneburg hat am Dienstag dieser Woche aufgrund der sehr hohen Waldbrandgefahr (Stufe 5 nach dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes) sowie der Lagebewertung durch Kreiswaldbrandbeauftragte und Landkreise die Maschinen angefordert.

Tempo 80 für die Ostumgehung

Geschwindigkeitsbegrenzung und passive Lärmschutzmaßnahmen geplant – Landkreis legt Planfeststellungsbeschluss aus  

Auf der Ostumgehung im Bereich Lüne-Moorfeld soll künftig langsamer gefahren werden. Grund ist der Lärmschutz. Foto: LGheuteLüneburg, 27.07.2018 - Nun also doch: An der Lüneburger Ostumgehung soll es leiser werden – und zwar noch vor dem Bau der A39. Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Kilometer pro Stunde für Pkw und 60 Kilometer pro Stunde für Lkw sollen die Anwohner im Bereich Moorfeld entlastet werden. Passive Lärmschutzmaßnahmen, also wie etwa Lärmschutzfenster, sollen zeitnah geprüft und umgesetzt werden. Außerdem wird der offenporige Asphalt – auch Flüsterasphalt genannt – auf der Strecke erneuert: Auf der Fahrbahn Richtung Uelzen soll das noch in diesem Jahr geschehen, in Richtung Hamburg spätestens 2019. Das sieht der ergänzende Planfeststellungsbeschluss vor, den der Landkreis Lüneburg jetzt abgeschlossen hat.

Wald wird gekalkt

Hubschrauber bringen Mittel gegen Bodenversauerung aus

So wie hier wird auch im Landkreis Lüneburg in den nächsten Tagen der Kalk per Hubschrauber über den betroffenen Waldgebieten ausgebracht. Foto: Frank ZiebellLüneburg, 27.07.2018 - Ab der kommenden Woche, 30. Juli, sind in der Region schwer beladene Hubschrauber unterwegs. Sie verteilen in Absprache mit dem Landkreis Lüneburg auf verschiedenen Waldflächen Magnesiumkalk, um dadurch gegen die Bodenversauerung vorzugehen. "Spaziergänger können die Hubschrauber mit den angehängten Kübeln schon von weitem sehen und dementsprechend ihre Route ändern", erklärt Armin Menge, Leiter des Forstamtes Uelzen und zuständig für die Koordinierung.

Rekordverdächtiger Dauereinsatz

Die Waldbrand-Überwachungszentrale kontrolliert ununterbrochen seit mehr als 80 Tagen

Überwachungskameras kontrollieren, ob irgendwo Rauchentwicklung zu erkennen ist. Foto: nghLüneburg, 26.07.2018 - Heiße Zeiten in der  Waldbrand-Überwachungszentrale in Lüneburg: Die Mitarbeiter sind nicht nur seit rekordverdächtigen 85 Tagen im Einsatz. Sie bearbeiten bisher auch 350 Meldungen an die Leitstelle. Das entspricht 4,3 Meldungen pro Tag. "Wir sind fast pausenlos im Einsatz", sagt Helmut Beuke, Leiter der niedersächsischen Waldbrandüberwachungszentrale. Der Höhepunkt sei bisher im Juli gewesen – da verzeichnete er mit seinen Kollegen 6,5 Meldungen pro Tag.

Fährbetrieb vorübergehend eingestellt

Elbfähre Tanja muss wegen Niedrigwasser am Ufer bleiben

Wegen der langen Trockenperiode führt die Elbe derzeit zu wenig Wasser, um den Fährbetrieb sicherstellen zu können. Foto: LGheuteNeu Darchau, 24.07.2018 - Wegen Niedrigwassers hat die Elbfähre "Tanja" zwischen Darchau und Neu Darchau ihren Betrieb eingestellt. Der Notfahrplan für den Öffentlichen Personennahverkehr wurde in Kraft gesetzt. "Wegen der geringen Niederschläge und der aktuellen Wetterprognosen ist weiterhin mit sinkenden Pegelständen zu rechnen", erklärt Merle Rahmann vom Fachdienst für Schule, Kultur und ÖPNV des Landkreises Lüneburg. Deshalb sei noch nicht abzusehen, wann die Fähre wieder über die Elbe setzt. "Wir hoffen aber alle auf starken Regen, damit die Fährverbindung schnellstmöglich wieder aufgenommen werden kann."

Wirtschaft macht Druck für A39-Bau

IHK besorgt wegen Zeitverzug durch Klagen bei Planfeststellung

Wann kommt die A39? Und kommt sie überhaupt noch? Die IHK sorgt sich um den Zeitplan. Foto: LGheuteLüneburg, 11.07.2018 - Mit Sorge betrachtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg den Zeitverzug durch die Klagen gegen den ersten planfestgestellten Bauabschnitt des A39-Lückenschlusses zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien. "Damit wird eine unverzichtbare Maßnahme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Region verzögert: Neben der Wirtschaft warten auch die Kommunen auf zügigere Rechtsklarheit und Sicherheit bei der Entwicklung von Gewerbeflächen", gibt Martin Exner, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, zu bedenken. "Wir brauchen die A39 aber auch und insbesondere vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Güterverkehre."

Warmer Geldregen für die Eltern

Kreistag beschließt zusätzliche 7 Millionen Euro Finanzhilfe für Kitas 

Damit Eltern beitragsfreie Kitaplätze genießen können, hat der Kreistag weitere 7 Millionen Euro bereitgestellt.Lüneburg, 30.06.2018 - Viele Eltern in Niedersachsen freuen sich, ab August 2018 von den Beiträgen für den Kindergarten befreit zu sein. Nun gibt es auch gute Nachrichten für die Kommunen als Träger vieler Kindertagesstätten im Landkreis Lüneburg: In dieser Woche stimmte der Kreistag einstimmig dafür, die Gemeinden in diesem Jahr mit zusätzlich rund sieben Millionen Euro für die Kitas zu unterstützen, damit Eltern keine Beiträge mehr zu zahlen brauchen.