Lüneburgs Stadtmauer steht im Mittelpunkt beim Tag des offenen Denkmals 

Das alte Schulamt an der Egersdorffstraße um 1948/50. Die Urheberin des Fotos ist Hildegard Garbade, die seinerzeit auch für das Stadtbauamt fotografierte. Foto: Garbade/Stadtarchiv LüneburgLüneburg, 06.09.2018 - "Entdecken, was uns verbindet" - unter diesem Motto bekommen Besucher am Sonntag, 9. September, wieder seltene Einblicke in zahlreiche Denkmale der Hansestadt Lüneburg. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals, koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, macht es möglich. Gemeinsam mit vielen Mitstreitern, Partnern und privaten Eigentümern haben Lüneburgs Denkmalpflegerinnen Cornelia Abheiden und Doreen Braun ein Programm für Interessierte zusammengestellt. Es umfasst neben Kirchen, Schulen und Museen zahlreiche andere Gebäude, teils in privater, teils in öffentlicher  Hand.

Ein besonderer Dreh- und Angelpunkt in diesem Jahr sind die Denkmale rund um die Straße Hinter der Bardowicker Mauer, erklärt Cornelia Abheiden. "Seit 1400 schon wurde und wird bis heute an unserer Stadtmauer gearbeitet. Die Mauer wurde immer wieder erweitert und repariert. Diese Spuren zu entdecken und zu bewahren, ist Aufgabe der Denkmalpflege und soll in diesem Jahr am Tag des Offenen Denkmals den Besucherinnen und Besuchern nahe gebracht werden."

Erstmals für Besucher zu besichtigen ist in diesem Jahr das ehemalige Alte Schulamt an der Egersdorffstraße 1a, das derzeit zum Hotel umgebaut wird. Hier führt der Eigentümer selbst über die Baustelle.

Spannend sind auch die Einblicke, die Besucher der Ehemaligen Pfarrwitwenwohnungen Hinter der Bardowicker Mauer 10 bekommen. Die Wohnungen aus dem 16. Jahrhundert werden aktuell als Erweiterungsbau für die Kinder- und Jugendbücherei umgebaut. Führungen finden hier um 11 Uhr, 12.30 Uhr und um 15 Uhr statt.

Ebenfalls seine Tore öffnen wird die Seniorenresidenz, Neue Sülze 25, 26. Die ehemaligen Großbürgerhäuser namhafter Lüneburger Familien aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden 1989 zu einer Seniorenwohnanlage umgebaut. Stadtarchäologe Prof. Dr. Edgar Ring erläutert in einem Vortrag um 15.30 Uhr die Geschichte des Hauses. Um 16 Uhr tritt hier außerdem der BachChor Lüneburg hier auf.

Das komplette Programm sowie weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen finden Sie in einer Broschüre, die unter anderem in der Tourist-Info Am Markt sowie im Rathaus ausliegt. Im Internet kann das Programm auf der städtischen Internetseite unter www.hansestadtlueneburg.de/denkmaltag2018 heruntergeladen werden. Alle Programmpunkte am Tag des Offenen Denkmals sind kostenlos.

Lange Nacht der Museen

Bereits am Sonnabend, 8. September, lädt die lange Nacht der Museen zum Erkunden und Entdecken ein. Mit nur einem Ticket können Besucher dann von 17 bis 23 Uhr die Lüneburger Museen, das Kloster Lüne sowie den Wasserturm besichtigen. Anders als ursprünglich geplant wird das Hansekontor im Rathaus nicht zu besichtigen sein, da hier noch nicht alle Arbeiten beendet werden konnten.