Stadt will dennoch bei ihren Plänen für eine IGS am Kreideberg bleiben

Lüneburg, 04.11.2018 - Die Pläne der Hansestadt Lüneburg, eine neue Integrierte Gesamtschule am Standort Kreideberg einzurichten, decken sich offenbar mit den Wünschen vieler Eltern. So sieht es jedenfalls die Verwaltung nach der Auswertung einer Umfrage, die im Oktober unter den Eltern der Grundschulkinder im Stadtgebiet durchgeführt wurde. Danach möchten knapp 44 Prozent (43,8) der Eltern ihr Kind an einer IGS anmelden. Die Mehrheit, 47,3 Prozent der Befragten gaben aber an, ihr Kind lieber an einem Gymnasium anmelden zu wollen. Lediglich knapp 9 Prozent (8,9) sehen ihr Kind lieber an einer Oberschule.

Mit mehr als 50 Prozent sei die Teilnahme an der Umfrage "erfreulich hoch" gewesen, teilt die Stadt mit. Ausgewertet werden konnten so die Wünsche von mehr als 1340 Eltern. Eine besonders großen Rücklauf (fast 70 Prozent) gab es von den Eltern der Grundschule Kreideberg. Hier möchten mehr als 52 Prozent ihr Kind an der Gesamtschule anmelden.

"Dieses Ergebnis zeigt, dass wir uns auf dem richten Weg befinden", freut sich Pia Steinrücke, Bildungsdezernentin der Hansestadt Lüneburg. Anfang des Jahres hatte es bereits im Rat der Stadt ein deutliches Votum für die Einrichtung einer neuen IGS auf dem Kreideberg gegeben. Im Vorfeld gab es aber Kritik seitens der Lehrerschaft an den Plänen, die Realschule zur IGS zu machen.

Geplant ist, den Betrieb dort zum Sommer 2019 zu starten. Parallel soll die Christianischule auslaufen, also keine neue fünfte Klasse mehr öffnen. Die Schule wird aber so lange weiterlaufen, bis alle Jahrgänge dort ihren Abschluss haben.

Bei der Frage, welche inhaltlichen Schwerpunkte den Eltern wichtig sind, gaben jeweils rund ein Viertel der Befragten an, sich besondere Angebote in der Ganztagsbetreuung zu wünschen sowie Wert auf berufliche Orientierung im Unterricht zu legen. 20 Prozent der Eltern legen außerdem besonderen Wert auf Angebote zur Sprachförderung. Die detaillierten Ergebnisse der Befragung sowie das weitere Vorgehen werden in der kommenden Sitzung des Schulausschusses am 4. Dezember vorgestellt.