"Die Kreisverwaltung kann das bisher nicht"

Die Kreis-Grünen fordern, bei der Arena am Wettkampfsport festzuhalten und externe Hilfe einzubinden

Mehr professionelle Hilfe von Dritten fordern die Kreis-Grünen bei der Planung der Arena. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 19.03.2018 - In Sachen "Arena Lüneburger Land" haben sich nun auch die Kreis-Grünen zu Wort gemeldet. Sie kritisieren das konzeptionslose Vorgehen der Verantwortlichen bei der Planung der Veranstaltungshalle. Zugleich werfen sie der Verwaltung verlor, das Ziel "Wettkampfsport" aus den Augen verloren zu haben, wie es bei den Kosten für den Sportboden deutlich geworden sei. Erst nach Intervention der SVG und dann auch des Landrats sei die Verwaltung auf das eigentliche Planungsziel zurückgeführt worden. Jetzt sei es an der Zeit, auch externe Hilfe einzuholen.

"Das Planungsverfahren stockt. Den Kreisoberen ist das wohl so unangenehm, dass sie den Kreisausschuss nicht mehr vollständig informieren. Deshalb schwindet unser Vertrauen in die Kreisverwaltung", meint Michael Gaus von den Kreis-Grünen. Jetzt zeige sich auch, dass die Kreisspitze sich über Monate hinweg zu sehr auf einen Bieter verlassen habe. "Der blendete zunächst mit hohen Mieteinnahmen. Nun, da er sich sicher wähnt und den Wettkampfsport nicht verdrängen darf, fordert er stattdessen Geld."

Das Projekt sei in der vergangenen Woche ausführlich im Kreisausschuss diskutiert worden. Am Dienstag sei man dann vom Landrat mit dem Aufschub der Erdarbeiten überrascht worden. "Das hätte die Verwaltung dem Kreisausschuss am Montag sagen müssen", meint auch die stellvertretende Landrätin Tanja Bauschke. "Wir fordern, dass der Kreis sich jetzt Hilfe sucht und diese auch annimmt. Das bisher übliche Vorgehen, mit ganz wenig Personal große Projekte meistern zu wollen, stößt an seine Grenzen. Der Kreis nutzt so seine vorhandenen personellen Ressourcen nicht." Die Fraktionsvorsitzende Petra Kruse-Runge ergänzt: "Es fehlen bei der Arena die externe Projektsteuerung und Vergabefachleute, die jetzt zusammen schnelle Ergebnisse erzielen."

Nach Ansicht der Grünen habe der Kreis bei der Arena bisher zwei Ansätze verfolgt: Zuerst sollte ein ortansässiger Unternehmer alles machen. Das habe er nicht gedurft, weil die öffentliche Hand Bauaufträge ausschreiben muss. Der zweite Ansatz gehe dahin, das Projekt selbst zu bauen, für den Betrieb des schnelllebigen Veranstaltungsgewerbes aber einen Fachbetrieb zu gewinnen. "Dieser Ansatz ist richtig, aber die Kreisverwaltung kann das bisher nicht", sagt Kreisverbandssprecherin Claudia Schmidt mit deutlicher Kritik am Ersten Kreisrat Jürgen Krumböhmer, unter dessen Regie das Arena-Projekt bislang lief. "Hier braucht es jetzt deutlich mehr Teamarbeit, um die Stimmung nicht vollends kippen zu lassen, zumal bei den Stadt-Grünen die Begeisterung ohnehin geringer ist", ergänzt Schmidt.

 

 

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