Landrat nennt Auslastung der Baubranche als Grund – Kreistag beschließt Betreibervertrag

So oder so ähnlich soll die neue Arena einmal aussehen, wenn sie denn tatsächlich kommt. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 26.09.2018 - Die Veranstaltungshalle "Arena Lüneburger Land" wird vermutlich deutlich teurer als geplant. Davon geht Landrat Manfred Nahrstedt aus, der die Kosten auf 14 Millionen Euro schätzt. Unabhängig davon hat der Kreistag am Montag grünes Licht für einen Betreibervertrag mit der Campus Management GmbH gegeben. Ab 2020 soll das Lüneburger Unternehmen die geplante Arena Lüneburger Land mit Leben füllen. Der Rat der Stadt Lüneburg hatte bereits in der vergangenen Woche zugestimmt und seine Beteiligung an den Betriebskosten von 75.000 Euro auf 150.000 Euro erhöht. 

Der Landkreis erhofft sich von dem Betreibervertrag ein professionelles Management, mit dem genügend Gäste, die Comedy, Musik, Volleyball und andere Veranstaltungen an der Lüner Rennbahn erleben wollen, in die Halle gelockt werden sollen. Erfahrung in diesem Bereich bringt die Campus Management GmbH mit: Jahrzehntelang hat das Unternehmen die Vamos-Kulturhalle und die Ritterakademie in Lüneburg erfolgreich betrieben, auch sei sie sehr gut vernetzt, wie es in einer Pressemitteilung des Landkreises heißt. Mit dem Kreistagsbeschluss ist der Vertrag zur Arena nun unterschriftsreif. Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre, die Campus Management GmbH zahlt an den Landkreis eine Pacht.

Für die Kreispolitik steht nun eine weitere entscheidende Frage im Mittelpunkt: Was wird der Bau der Veranstaltungshalle kosten? Klarheit darüber will der Landkreis als Bauherr bis Ende Oktober 2018 haben. Aktuell laufen europaweit insgesamt gut ein Dutzend Ausschreibungen für die Bauarbeiten an der Lüner Rennbahn, die alle wichtigen Bereiche abdecken: von Erdarbeiten über den Bau und Innenausbau bis hin zur Teleskoptribüne. Das letzte Angebot muss bis zum 17. Oktober beim Landkreis eintreffen. Dann prüfen Fachleute die Angebote.

Bisher ging der Landkreis davon aus, rund zehn Millionen Euro netto in den Bau der Halle zu investieren. "Mir ist aber auch bewusst: Die Baubranche ist gut ausgelastet, die Preise steigen", räumt Landrat Manfrd Nahrstedt vorsorglich ein und prognostiziert: "Ich rechne damit, dass wir bei 14 Millionen Euro landen könnten."