Kreistag beschließt Start unter Vorbehalt des erteilten Vorsteuerabzugs

Vielleicht noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten für die Arena an der Lüner Rennbahn begonnen werden. Grafik: Landkreis Lüneburg07.11.2018 - Der Bau der geplanten Veranstaltungshalle "Arena Lüneburger Land" an der Lüner Rennbahn könnte noch in diesem Jahr beginnen – allerdings unter einer wichtigen Bedingung: Nur wenn das Finanzamt grünes Licht für den Vorsteuerabzug gibt, dürfen auch die Bauaufträge erteilt werden und die Bagger rollen. Das beschloss der Kreistag am Montag, 5. November, mit deutlicher Mehrheit bei seiner Sitzung in der Ritterakademie. Denn hinter der Steuerfrage verbergen sich Kosten für den Landkreis von knapp drei Millionen Euro.

Auf rund 14,4 Millionen Euro netto beziffern die Planer die Bau- und Planungskosten für die Veranstaltungshalle. Ohne den erhofften Vorsteuerabzug würden die Kosten auf über 17 Millionen Euro ansteigen. "Da haben einige Kreistagsabgeordnete Bauchschmerzen zuzustimmen", sagt Landrat Manfred Nahrstedt, "ich hoffe aber, dass wir noch vor der Kreistagssitzung im Dezember einen positiven Bescheid vom Finanzamt erhalten und dann endlich loslegen können."

Die Bauunternehmen stehen laut Kreisverwaltung jedenfalls schon bereit: Im Oktober 2018 hatte der Landkreis passende Angebote auf seine europaweiten Ausschreibungen erhalten und diese ausgewertet – von Erdarbeiten über Stahlbau und Fassade, Trockenbau und Installationen, Aufzüge und Dach bis hin zur Teleskoptribüne. Dadurch ist auch der größte Teil des Investitionsvolumens – mehr als 70 Prozent – bereits sicher.

Eigentlich wollte der Kreistag vor einer Entscheidung für den Baubeginn erst die verbindliche Entscheidung des Finanzamts zum Vorsteuerabzug abwarten, doch die Behörde lieferte bislang noch nicht. Deshalb verständigte man sich jetzt auf diese eingeschränkte Zustimmung. Wenn das Finanzamt nun schriftlich und verbindlich den Vorsteuerabzug zusagt, dürfen nach dem Kreistagsbeschluss auch die Zuschläge an die Unternehmen erteilt werden.