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Aufgelesen: Bitte nicht bewerben!

Warum Schulen sich nicht dem ZDF andienen sollten

Foto: LGheute16.03.2026 - Wer anderen erklären will, wie die Welt tickt, sollte nicht nur die Fakten kennen, sondern diese auch möglichst ungeschönt und wertfrei wiedergeben. Das gilt insbesondere für Institutionen, die mit einem solchen Anspruch ausgestattet in die Schulen gehen. Dass nun ausgerechnet das ZDF den Weg in die deutschen Klassenzimmer sucht, ist entweder als mutig, frech oder dummdreist zu bezeichnen. Schließlich hat sich die öffentlich-rechtliche Anstalt erst vor wenigen Tagen einen journalistisch unverzeihlichen Fehler geleistet.

Die Rede ist von dem Beitrag in der ZDF-Sendung "heute journal", mit dem Moderatorin Dunja Hajali dem Fernsehpublikum weismachen wollte, wie inhuman die amerikanische Einwanderungspolizei ICE vorgeht. Das Problem: Teile davon waren KI-generiert oder stammten aus völlig anderen Zusammenhängen, die mit ICE gar nichts zu tun haben. Der gravierende Fehler wurde schnell publik, das ZDF versuchte – wie so oft in solchen Fällen – sich mit technischen Problemen herauszureden, um letztlich doch einräumen zu müssen, eine eklatante journalistische Fehlleistung geboten zu haben.

Das allein wäre schon schlimm genug. Doch für viele reiht sich dieser "Fehler" inzwischen in eine Kette ähnlicher Vorkommnisse ein, denen eines gemein ist: der Versuch der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, den Zuschauer zu manipulieren.

So wurde der Abriss der sogenannten "Brandmauer" gegen die AfD durch die Grünen im EU-Parlament von beiden Sendern nahezu komplett ignoriert. Oder: Dunja Hajali und ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen kamen nach dem Mord an dem MAGA-Aktivisten Charlie Kirk mit Schnellurteilen, die am Ende nicht trugen. Fragwürdig auch das Agieren des ZDF, als herausgekommen war, dass der von der israelischen Armee getötete ZDF-Mitarbeiter einer palästinensischen Produktionsfirma, die der Sender seit Jahren beschäftigte, dem bewaffneten Arm der Hamas angehörte.

Nicht viel besser der NDR: Er veranstaltete über seine Moderatorin Anja Reschke in ihrer Sendung "Reschke" ein regelrechtes Kesseltreiben gegen das ARD-Magazin "Klar" und deren Journalistin Julia Ruhs, weil sie es gewagt hatte, das Thema Kriminalität durch Zuwanderung aufzugreifen.

Dass viele diese Beeinflussungen längst erkannt haben und ablehnen, ist das eine, zahlen müssen sie die Zwangsgebühren, die ARD, ZDF und Deutschlandfunk erheben, dennoch. 

Fragwürdig, wenn nicht gar hochproblematisch aber ist, was das ZDF jetzt veranstaltet. Unter dem Motto "ZDF goes Schule" will es in die Schulen gehen, um dort seinen "Bildungsauftrag" zu erfüllen. Wörtlich heißt es auf der Webseite des ZDF: "Das ZDF und Bildung sind natürliche Partner. Als verlässliche Informationsquelle, bildstarker Erklärer und Plattform für gesellschaftlichen Diskurs wollen wir unseren Bildungsauftrag für alle erfüllen. Der Austausch mit den Schulen ist für uns dafür ein zentraler Faktor."

Dafür werden nun Schulen aufgerufen, sich für eine Teilnahme an der Aktion zu bewerben. Angesichts der schwerwiegenden Fehler, die sich das ZDF allein in der jüngsten Zeit geleistet hat, kann man Schulleitungen und Landesschulbehörden allerdings nur warnen, sich an dieser fragwürdigen Einmischung in innerschulische Angelegenheiten zu beteiligen. Andernfalls müssten sie sich vorwerfen lassen, ihre Schüler einer Einrichtung auszuliefern, die von Pluralismus und freier Meinungsbildung offenkundig nicht allzu viel hält. 

 

 

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