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Politik und Verwaltung

"Moin"-Fehlstart erreicht die Politik

SPD will die massiven Probleme in den Mobilitätsausschuss bringen

Mal kommen sie, mal nicht: Auf die Moin-Busse ist derzeit kein Verlass. Foto: LGheuteLüneburg, 08.01.2026 - Busse, die nicht fahren, eine Mobilitätszentrale, die nicht besetzt ist, Bargeldzahlung, die abgeschafft wurde und dann auch noch der Wintereinbruch zum Jahresbeginn – viel schlimmer hätte der Start für "Moin" kaum kommen können. Der Fehlstart der neuen Mobilitätsgesellschaft wird nun auch zum Politikum. Die Lüneburger SPD hat sich das Thema vorgenommen.

"Moin" verstolpert sich beim Neustart

Unternehmen räumt Fehler bei der Schülerbeförderung ein

Auf die Moin-Busse musste manch Schüler zu Jahresbeginn vergebens warten. Foto: Moin Lüneburg, 07.01.2026 - Der Start des neuen ÖPNV-Trägers für den Landkreis Lüneburg, der Mobilitätsinfrastrktur- und betriebs GmbH (Moin), läuft nicht so rund wie erhofft. Insbesondere Ausfälle und Verspätungen im Schülerverkehr sind an den ersten beiden Schultagen des Jahres zu beklagen. Nun werden seitens des Unternehmens Konsequenzen gezogen: Gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen habe Moin vereinbart, den Fahrbetrieb für Schüler ab morgen mit "höchster Priorität" sicherzustellen.

Mehr Latein und Politik

Anna Bauseneick (CDU) kritisiert Rot-Grünes Bildungskonzept 

Kritisiert die neuen Bildungsideen der Rot-Grünen Landersregierung in Hannover: Anna Bauseneick. Foto: BauseneickHannover, 04.01.2026 - Ist Bildung messbar? Durchaus, und Niedersachsen schneidet da seit Jahren nicht gut ab. Das Bundesland liegt laut Bildungsmonitor 2025 auf Platz zehn unter den 16 Bundesländern, ganz vorn liegt Sachsen. Hannover will das jetzt zumindest für die gymnasiale Oberstufe ändern und hat ein Eckpunkte-Papier dafür vorgestellt. Ziel ist unter anderem eine "stärkere individuelle Profilbildung" der Schüler bei der Fächerwahl und mehr Chancengleichheit. Kritik kommt von der CDU aus Lüneburg. Doch auch sie überrascht mit ungewohnten Forderungen.

Busfahren wird digitaler

"Moin" führt zum Jahresbeginn bargeldloses Bezahlsystem ein 

In Lüneburgs Stadtbussen kann künftig nur noch bargeldlos bezahlt werden. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 31.12.2025 - Wer im neuen Jahr die Stadtbusse in Lüneburg nutzen will, muss sich auf ein neues Bezahlsystem einstellen. Vom 1. Januar können Tickets dann nur noch bargeldlos erworben werden. Die Umstellung auf bargeldloses Bezahlen gilt zunächst ausschließlich für die Stadtbuslinien, teilt die Moin Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH des Landkreises Lüneburg mit. Perspektivisch soll das neue Bezahlsystem aber auch auf weitere Buslinien im Landkreis ausgeweitet werden.

Künftig hop statt Ruf

Im neuen Jahr startet ein neuer Mobilitäts-Service im Landkreis Lüneburg

Mehrere Taxiunternehmer aus dem Landkreis Lüneburg unterschrieben gemeinsam mit Landrat Jens Böther (Mitte) die Vereinbarung für den neuen Service hvv hop Lüneburg. Foto: Landkreis Lüneburg)Lüneburg, 29.12.2025 - Mit Beginn des neuen Jahres bietet der Landkreis Lüneburg als Träger des ÖPNV einen neuen Service an. Am 2. Januar nimmt "hvv hop Lüneburg" seinen Dienst auf, ein sogenanntes On-Demand-Angebot, mit dem das bisherige Ruf-Bus- und ASM-System erweitert wird. ÖPNV-Nutzer können dann per App oder telefonisch eine Fahrt buchen und werden anschließend von einem Taxiunternehmen aus der Region an der nächstgelegenen Bushaltestelle oder gegen Aufpreis auch von ihrem Zuhause abgeholt.

Kommunen fordern mehr Geld

Gemeinden sind hoffnungslos überschuldet – Bürgermeister übergeben in Hannover "Wittmunder Appell"

Viele Kommunen in Niedersachsen sind hoffnungslos überschuldet, auch Lüneburg. Die Stadt leistet sich dennoch fragwürdige Projekte wie ein Fahrrad-Leitsystem. Foto: LGheuteHannover, Bleckede 20.12.2025 - Die seit Jahren desaströse Finanzlage der Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland erklimmt immer neue Höhen. So betrugen zum Jahresende 2024 die Schulden allein ihrer Kernhaushalte bundesweit 142,6 Milliarden Euro. Das sind 1.845 Euro pro Kopf und ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber dem Jahresende 2023 und um 23 Prozent gegenüber dem Jahresende 2019. In Niedersachsen ist die Lage noch dramatischer. Nun fordern Kommunen spürbare Entlastung. 

Zuviel des Guten?

Die Bevölkerung in Niedersachsen wird deutlich sinken – in den Kommunen scheint das noch nicht angekommen zu sein 

Hannover, 15.12.2025 - Wenn Kommunalpolitiker für die Zukunft planen, geht es zumeist zu wie bei den Olympischen Spielen: Größer, schöner, teurer. Passendes Beispiel ist die Gemeinde Adendorf, die gerade eine neue Sport-Kita bekommt. Für acht Millionen Euro – Planungsstand zu Beginn der Arbeiten – entsteht dort auf 4.000 Quadratmetern ein Hort für zwei Kita- und zwei Kindergartengruppen – viel Geld für eine hochverschuldete Gemeinde. Doch braucht man das auch in ein paar Jahren noch? Stastische Erhebungen wecken Zweifel.

Ein weiterer Kandidat fürs Landratsamt

Steffen Gärtner will Nachfolger von Jens Böther werden

Steffen Gärtner. Foto: Thomas Laukert Lüneburg, 14.12.2025 - Der Landkreis Lüneburg hat einen weiteren Bewerber um das Amt des Landrats für den Landkreis Lüneburg. Am Freitag warf Steffen Gärtner (CDU), amtierender Bürgermeister der Samtgemeinde Gellersen, seinen Hut in den Ring um die Nachfolge von Landrat Jens Böther (CDU), der bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht erneut antreten will. Mit Steffen Gärtner gibt es nun bereits zwei Landrats-Kandidaten, und ein dritter steht bereit.

Damit Kritik und Anregungen auch ankommen

Neuer Fahrgastbeirat für den ÖPNV hat seine Arbeit aufgenommen 

Sie vertreten künftig die Interessen der Nutzer des ÖPNV: (v.l.) Petra Gerner, Jaron Apholz und Johannes Dau. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 11.12.2025 - Ärger und Frust mit Bus und Bahn sind längst keine Seltenheit mehr, Nutzer des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) können ein Lied davon singen. Verspätungen, unfreundliche Busfahrer, verschmutzte Fahrzeuge – es gibt viel, worüber geklagt werden kann, ebenso einiges, das gut läuft. Damit das künftig auch bei den Verantwortlichen ankommt und entsprechend reagiert werden kann, hat der Landkreis Lüneburg einen Fahrgastbeirat eingerichtet. Er hat auch bereits seine Arbeit aufgenommen.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro Ausgaben

Der Landkreis Lüneburg geht mit einem Minus von 55 Millionen Euro ins nächste Jahr

Gefangen im Gestrüpp der Aufgaben: Der Landkreis Lüneburg ist mit seinem erneuten Haushaltsdefizit kaum noch gestaltungsfähig. Foto: LGheuteLüneburg, 10.12.2025 - Die dramatisch schlechte Haushaltslage im Landkreis Lüneburg hält weiter an. Das wird aus dem heute vom Kreistag beschlossenen Haushalt für 2026 deutlich, der unterm Strich ein Defizit von 55 Millionen Euro aufweist. Trotz stattlicher 453 Millionen Euro Einnahmen verzeichnet der Landkreis Ausgaben von mehr als einer halben Milliarde Euro, vor allem im Bereich Jugendhilfe und Soziales. 

André Schuler will Landrat werden

Kreis-SPD will den Embsener künftig als Chef im Landratsamt sehen

André Schuler will Landrat des Landkreises Lüneburg werden. Foto: SPDLüneburg, 27.11.2025 - Noch sind es rund zehn Monate bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr, doch die Frage, wen die Parteien für die Besetzung der Chefposten in den Rathäusern und im Landratsamt ins Rennen, nimmt allmählich Fahrt auf. Am heutigen Nachmittag ließ der SPD-Unterbezirk Lüneburg die Katze aus dem Sack, wen er künftig als Landrat des Landkreises Lüneburg sehen möchte: André Schuler – ein Kandidat, der nicht gerade wenig für dieses Amt mitbringt.

Kein Wort zum Renten-Streit

Lüneburgs SPD-Bundestagsabgeordneter spricht bei der Generaldebatte im Bundestag

Jakob Blankenburg heute bei seiner Rede im Deutschen Bundestag. Foro: Screenshot ParlamentsfernsehenBerlin, 26.11.2025 - Geschätzt 80 Bundestagsabgeordnete meldeten sich heute im Deutschen Bundestag zu Wort bei einem Thema, das stes mediale Aufmerksamkeit garantiert: die Generaldebatte zum Etat des Bundeskanzlers, die immer auch eine Abrechnung der Opposition mit der Arbeit der Bundesregierung ist. Zu Wort durfte sich heute auch der Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Jakob Blankenburg melden. 3 Minuten und 32 Sekunden hatte der 28-Jährige Zeit, seine Sicht auf die aktuellen Probleme darzulegen. Wer ein Statement zur laufenden Renten-Debatte erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. 

Neues Fähr-Programm soll Probleme lindern

Hannover will mit "Handlungsprogramm" die Fähr-Situation an der Elbe verbessern

Kein Wasser, keine Fähre - so häufig wie in diesem Jahr waren die Ausfälle im Fährbetrieb noch nie. Foto: LGheuteHannover, 24.11.2025 - Kaputte Fähren, häufige Wartungsintervalle, Niedrigwasser, Hochwasser, Eisgang – wer zwischen Lauenburg und Dömitz über die Elbe will, wird nicht selten auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Denn immer wieder fallen die beiden hier verkehrenden Fähren aus, in diesem Jahr so häufig wie noch nie. Der Landkreis Lüneburg setzt deshalb weiter auf den Bau einer Brücke bei Neu Darchau. Auch die Landesregierung in Hannover Hannover will die Situation verbessern – durch Verbesserung der Verlässlichkeit des Fährbetriebs.

Nächste Woche kommt die "Ijsvogel"

Baggerschiff bereitet Anleger für die neue Fähre in Bleckede vor – geänderte Fahrzeiten

Das Baggerschiff Ijsvogel aus Leer (Archiv-Foto) ist ab 25. November in Bleckede im Einsatz. Foto: Heuvelmann IbisBleckede, 21.11.2025 - Wenn alles gut geht und die Elbe kein Eis trägt und kein Niedrig- oder Hochwasser hat, wird im ersten Quartal 2026 die neue Fähre "Amt Neuhaus – Bleckede" ihren Betrieb aufnehmen. Um die Anleger für die neue Fähre fit zu machen, führt die kreiseigene Betriebsgesellschaft "Moin" vom 25. November bis voraussichtlich 5. Dezember Arbeiten auf beiden Seiten der Elbe durch. Für die Dauer dieser Arbeiten verkehrt die derzeitige Fähre "Amt Neuhaus" nur morgens und abends.

Die Qual vor der Wahl

Die Kommunalwahl 2026 rückt näher, doch bei CDU und SPD ist noch vieles offen

Noch sind es ein paar Monate, aber schon jetzt wirft die Kommunalwahl 2026 ihre ersten Schatten voraus. Foto: LGheuteLüneburg, 19.11.2025 - Die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen in Niedersachsen rücken nicht nur kontinuierlich näher, sie rücken vor allem den etablierten Parteien immer stärker auf den Pelz. Denn sie müssen nicht nur ihre Wahllisten für die Kommunalparlamente mit halbwegs geeigneten Kandidaten bestücken, sie müssen auch wählbare Köpfe für die ebenfalls anstehenden Wahlen für die Rathaus-Chefs bestimmen. Im Mittelpunkt stehen da die Wahlen für das Landratsamt für den Landkreis Lüneburg und für das Oberbürgermeisteramt in Lüneburg. Das weiß auch die Lüneburger Kreis-CDU. Sie hält sich zwar mit Namen noch bedeckt, doch im Hintergrund soll es bereits Gespräche mit Bewerbern geben. Doch gibt es die auch wirklich? 

"Veraltet, kaputt und hoffnungslos überlastet"

Hamburg, Hannover und Lüneburg appellieren an den Bundestag, dem Bau einer neuen Bahnstrecke zuzustimmen

Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Oberbürgermeister Benit Onay (r.) stellen sich gemeinsam mit Lüneburgs Landrat Jens Böther im Neuen Rathaus von Hannover den Fragen der Journalisten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 07.11.2025 - Noch ist offen, ob Norddeutschland die dringend benötigte Neubau-Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover bekommen wird oder lediglich eine Teilerweiterung der Bestandsstrecke. Die Bahn selbst hat sich für einen Neubau ausgesprochen, entschieden wird darüber aber im Bundestag. Und weil der Tag der Entscheidung näher rückt, haben heute Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne), der hamburgische Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) in einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus in Hannover ihre Forderung nach einem Neubau bekräftigt.

Was brauchen die vielen Helfer?

SPD lädt zur Ehrenamtskonferenz mit Ministerin Behrens ein

Lüneburg, 21.10.2025 - Ohne Ehrenamt würde Vieles in Deutschland nicht funktionieren. Doch die Anforderungen an freiwillig Engagierte wachsen stetig. Können Politik und Gesellschaft das Ehrenamt besser unterstützen? Und wenn ja, wie? Darum geht es bei der großen Ehrenamtskonferenz, zu der die SPD im Landkreis Lüneburg am 28. Oktober einlädt. Prominenter Gast ist Niedersachsens Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens (SPD).

Lücke im Radwegenetz geschlossen

Abschnitt zwischen Barendorf und Nutzfelder Kreisel fertiggestellt 

Der Landkreis Lüneburg hat den neuen Radweg jetzt freigegeben. Foto: Landkreis LüneburgBarendorf, 15.10.2025 - Der Landkreis Lüneburg hat einen 2,5 Kilometer langen Radweg zwischen Barendorf und der Landesstraße 221 eingeweiht und damit eine Lücke im Radwegenetz des Landkreises geschlossen. Etwa 200 Meter bis zum Nutzfelder Kreisel fehlen noch, dieser Abschnitt soll im kommenden Jahr vom Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) gebaut werden, da der Kreisel zur Landstraße gehört. 

Haushaltsloch steigt dramatisch

In den Kassen des Landkreises fehlen fast 50 Millionen Euro

Wo soll das fehlende Geld herkommen? Im Kreishaus glühen derzeit die Köpfe. Foto: LGheuteLüneburg, 11.10.2025 - Das ohnehin schon beachtliche Loch im Haushalt des Landkreises Lüneburg ist dramatisch größer geworden. Wie der Landkreis berichtet, übersteigt das Defizit im laufenden Jahr die schon deutlich im Defizit liegende Planung von 28,5 Millionen Euro um voraussichtlich 18,6 Millionen Euro. Zur Begründung werden stark steigende Ausgaben bei den Pflichtaufgaben, nicht auskömmliche Zuweisungen von Bund und Land und obendrauf eine schwache wirtschaftliche Entwicklung genannt.

Mit kräftigen Seilen ins Wasser

In Lauenburg fand der Stapelhub für die künftige Elbfähre "Amt Neuhaus - Bleckede" statt

In der Werfthalle der Hitzler Werft in Lauenburg wurde die künftige Fähre mit Kranen ins Wasserbecken gesetzt. Foto: MoinLauenburg, 05.10.2025 - Während in der Region weiterhin über Sinn und Notwendigkeit einer Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau gestritten wird, wurden auf der Hitzler Werft in Lauenburg Fakten geschaffen. Dort fand am 2. Oktober der Stapelhub der neuen Elbfähre "Amt Neuhaus – Bleckede" statt. Zwei Hallenkräne und ein Autokran hoben den knapp 112 Tonnen schweren Schiffskörper ins Hafenbecken. Jetzt schwimmt die Fähre im Wasser und kann nun vollständig ausgerüstet werden.