Aufgelesen

In Madrid sinken unverhofft die Corona-Zahlen, doch Berlin interessiert es nicht  

Foto: LGheute15.11.2020 - Die Stimmung ist düster. Jedenfalls in Deutschland. "Weitere harte Monate" hat Corona-Kanzlerin Angela Merkel just angekündigt und vorsorglich an die Spanische Grippe erinnert, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts mehr als 20 Millionen Tote forderte, manche sprechen gar von 50 Millionen. In Deutschland hat Corona aktuell etwas mehr als 12.000 Leben gekostet, die mit dem Virus "in Verbindung stehen". Eine Übersterblichkeit, also signifikante Erhöhung der allgemeinen Sterberate, ist nicht zu verzeichen. Dennoch soll über weitere bundesweite "Verschärfungen" nachgedacht werden. Dass es auch anders geht, wie das "Wunder von Madrid" zeigt, interessiert die Politik offenbar aber herzlich wenig.


Anwälte kritisieren in einem Offenen Brief die Corona-Politik und fordern ein Umdenken

Foto: LGheute11.11.2020 - Seit die Politik das Coronavirus ins Zentrum ihres Handelns gestellt hat, reißen die Diskussionen um die Zulässigkeit der damit verbundenen Eingriffe in das Leben der Bürger nicht ab. Im Zentrum steht dabei die Frage der Verhältnismäßigkeit von Verordnungen und Einschränkungen. Viele fühlen sich ihrer elementaren Grundrechte beraubt. Von der Bundesregierung wird dies mit Verweis auf eine "epidemiologische Notlage" beiseite gewischt, Kritiker werden in eine Reihe mit Verschwörungstheoretikern gestellt. Da eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema inzwischen auch seitens der Medien nicht mehr zu erwarten ist, haben sich nun Anwälte mit einem Offenen Brief zu Wort gemeldet.


06.09.2020 - Nicht jedes Geschehen ist berichtenswert. Und selbst Meldungen, die ein öffentliches Interesse begründen und daher einen Bericht in den Gazetten dieser Republik rechtfertigen würden, fallen mitunter unter den Tisch – vor allem bei Medien, die ihre Informationen nach wie vor auf Papier drucken. Hier ist der Platz bekanntlich begrenzt. Begrenzt scheint dabei aber bisweilen auch die Bereitschaft zu sein, die eigene "Echokammer" zu verlassen, wie die Tendenz zur einseitigen Wahrnehmung und bewussten Ausblendung missleidiger Informationen heute gern genannt wird. Aktuelles Beispiel: Die Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten.


Foto: LGheute20.04.2020 - Mögen Sie Orgien? Kontrollverlust? Angela Merkel offenbar nicht. Deshalb sprach die Bundeskanzlerin – wobei sie das ja eigentlich nicht mehr ist, seit das Parlament mit Beginn der Corona-Krise seine Kontrollfunktion in diesem Land aufgegeben hat – auch gezielt von einer "Orgie", um ihren Unmut über nicht enden wollende Öffnungsdiskussionen zur allmählichen Normalisierung unseres Gemeinwesens deutlich zu machen. Als "Öffnungsdiskussionsorgie" disqualifizierte Merkel ab, was vor allem aber ihr Problem ist: Kontrollverlust. Denn die "Kanzlerin der Alternativlosigkeit" sieht sich offenbar in der Klemme, seit vieles an ihr verständlicherweise vorbeidiskutiert wird.


Foto: LGheute15.04.2020 - Künftig sollten wir alle Schutzmasken tragen, so hat es Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer heutigen Pressekonferenz empfohlen. Das erstaunt. Denn die Kanzlerin ist ansonsten wenig zimperlich, der Gesellschaft vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat. Alles begründet mit dem Risiko, unser Gesundheitssystem könnte der Corona-Pandemie nicht gewachsen sein. Das mag stimmen. Warum aber spricht sie plötzlich nur eine Empfehlung aus und ordnet nicht einfach an, dass Masken von jedermann zu tragen sind, wenn diese denn so wichtig sind? Die Erklärung dafür liegt sieben Jahre zurück.  


19.03.2020 - Na bitte, es geht doch. Als in der LGheute-Redaktion schon erste Zweifel ob der Standhaftigkeit von Boris Pistorius bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus aufkamen (siehe hier), meldete sich heute Niedersachsens Minister für Sport und Inneres zu Wort. Nachdem er von der bundesweiten Aktion gegen die "Reichsbürger" erfahren hatte, drängte es auch ihn zu einer persönlichen Stellungnahme: "Die sogenannten Reichsbürger stellen sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland und verfolgen dabei oft rechtsradikale und menschenverachtende Ziele. Ich halte das für ein äußerst bedenkliches Phänomen." Danke! Das musste jetzt mal gesagt werden. 


Foto: LGheute16.03.2020 - Es gibt sie noch, die gute alte Zeit. Trotz Corona. Während gegenwärtig alle Welt rätselt, was der nächste Tag, die nächste Stunde Neues an der Virus-Front bringt – ob der Weg zur Arbeit noch erlaubt ist und wie die Kinder trotz Schulverbot betreut werden –, wird in Niedersachsen noch über die wahren Probleme des Landes nachgedacht. Ganz vorn dabei: Niedersachsens Gleichstellungsministerin Carola Reimann (SPD). Krisensitzungen hin oder her, sie hatte heute nur eine Botschaft: den EPD.


Foto: LGheute10.11.2019 - Man reibt sich verwundert die Augen. Während in Hamburg seit Wochen über die chaotischen Zustände an der dortigen Universität im Zusammenhang mit den Blockaden und Tumulten durch Linke und Gleichgesinnte bei den Vorlesungsveranstaltungen des früheren AfD-Mitglieds Bernd Lucke berichtet wird, geht es in Lüneburg weitaus entspannter zu. Nicht, weil man in der Heide-Metropole aufgeklärter und toleranter im Umgang mit anderen Meinungen ist, sondern weil Linksradikale hier die Hörsäle gleich selbst in Besitz genommen haben. 


Foto: LGheute02.11.2019 - Ärgerlich, wirklich ärgerlich. Musste dieser Beitrag wirklich sein? Das werden sich die Programmverantwortlichen im Ersten zu recht fragen lassen müssen. Ihr Wirtschaftsmagazin Plusminus hatte kürzlich dargelegt, dass neue Dieselfahrzeuge bei weitem nicht den Dreck produzieren, den Umweltschützer und angeschlossene Verbände und Parteien hinten herausströmen sehen. Mit bekannten Folgen: Die Autoindustrie geriet ins Wanken, Städte verhängten Fahrverbote, Dieselfahrzeuge verloren massiv an Wert. Und nun? Ein Ende der Weltuntergangsstimmung? Wohl nicht, wie ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt.


12.09.2019 - Die Rettung kommt übers Meer. Keine Geringere als Greta Thunberg war es, die sich dieser glückverheißenden Botschaft bewusst engelsgleich auf dem Bug der Segelyacht "Malizia II" stehend vor wenigen Tagen in New York anlanden ließ. Doch anders als die gutgläubigen Indianer zu Kolumbus' Zeiten nahmen die wohlstands- und energieverliebten US-Amerikaner von der vermeintlichen Heilsbringung der autistischen Schwedin so gut wie keine Notiz. Die evangelische Kirche will es nun anders machen. Mit einem Flüchtlingsschiff.