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Kultur und Bildung

Schön – aber auch wertvoll?

Das Museum Lüneburg lädt wieder zum Schätztag ein

Experte Klaus-Dieter Müller erklärt, wie Kunst von Kitsch unterschieden werden kann. Foto: Klaus-Dieter MüllerLüneburg, 15.01.2026 - Ob Gemälde, Porzellan, Silber, Skulpturen, kunsthandwerkliche Objekte oder ungewöhnliche Alltagsgegenstände – viele Dinge wurden über Generationen hinweg aufbewahrt. Nur: Wie alt sind sie eigentlich und woher stammen sie? Und welchen materiellen Wert haben sie? Das Museum Lüneburg bietet dazu Hilfe an. Am Samstag, 24. Januar, gibt es wieder einen Schätztag. 

Bildung – ein früheres Versprechen für alle

Sonderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Heinrich Tiidermann, Album Estonica, Kinder in der Gemeindeschule in Peningil, Harju-Jaaniis, ca. 1898. Foto: © public domainLüneburg, 28.12.2025 - Mehr Geld für die Bildung! Seit Jahren gehört dies zu den Leitsprüchen bundesdeutscher Politik. Angesichts des dramatisch sinkenden Bildungsniveaus deutscher Schüler ein wohlfeiles Versprechen, das mehr Probleme verschleiert als löst. Denn nicht die vielerorts immensen Investitionen in die Schulinfrastruktur oder verschmutzte Toiletten sind das Problem, sondern die Qualität der Ausbildung, wie die Ergebnisse der Pisa-Studien zeigen. Wie aber war es eigentlich damals, als Schulunterricht noch als Versprechen für Bildung für alle galt? Einen kritischen Blick auf die Schule in früheren Zeiten richtet eine Sonderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum.

Ein Kloster inmitten von Lüneburg

Ein neues Buch von Hans-Herbert Sellen beleuchtet die Geschichte um das ehemalige Kloster Heiligenthal

Das Cover des neuen Buchs von Hans-Herbert Sellen. Foto: ALALüneburg, 06.12.2025 - Wenn in Lüneburg von einem Kloster die Rede ist, denken wohl die meisten an Kloster Lüne. Doch Lüneburg hatte in früherer Zeit deutlich mehr Klöster, eines davon war das Kloster Heiligenthal. Hans-Herbert Sellen, langjähriges Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt (ALA) und profunder Lüneburg-Kenner, hat sich in seinem jetzt erschienenen Buch "Das Prämonstatenser-Kloster Heiligenthal" auf Spurensuche begeben. 

Besucherrekord im Salzmuseum

Ehepaar aus Moers knackt die 2.000.000-Marke

Museumsleiterin Dr. Alexandra Hentschel (r.) mit dem zweimillionsten Gast, dem Ehepaar aus Moers. Foto: SalzmuseumLüneburg, 03.12.2025 - Seinen zweimillionsten Besucher durfte gestern das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg begrüßen. Ein Ehepaar aus Moers wurde mit einem fröhlichen Empfang im Museum und einem Geschenk überrascht. 1984 wurde das Museum eröffnet, das damit auf durchschnittlich 43.478 Besucher pro Jahr oder knapp 120 Besucher pro Tag zurückblicken kann.

Kulturelle Jahresausklänge

Stadt lädt zu weiteren Kulturveranstaltungen ein

Beim Publikum beliebt: die Kurz-Konzerte im Rahmen der Veranstaltungsreihe Tunneltöne. Mit zwei weiteren Konzerten lassen die Tunneltöne das Jahr ausklingen. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 18.11.2025 - Mit vier weiteren Kulturveranstaltungen lässt die Stadt Lüneburg das Jahr mit musikalischen Höhepunkten und künstlerischen Einblicken ausklingen. Den Start macht morgen, 19. November, der nächste Luna Music Club. Es folgen zwei Veranstaltungen im Rahmen der beliebten "Tunneltöne" sowie eine "Kunstpause" im Heinrich-Heine-Haus.

Erinnerungen an die Nachkriegsjahre

Ernst-Joachim Petersen als Zeitzeuge im Museum Lüneburg

Freundlich und zugewandt und nicht selten auch selbst an der Kasse seines früheren Geschäfts – so kennen viele Lüneburger Ernst-Joachim Petersen. Foto: Museum LüneburgLüneburg, 15.11.2025 - "Edeka Wist" – vielen Lüneburgern ist der Name des ehemaligen Supermarkts am Sande nicht nur bestens bekannt, er steht auch wie nur noch wenige Geschäfte in Lüneburg für einen inhabergeführten Einzelhandel, bei dem der Kunde vielleicht nicht immer König, ganz sicher aber immer wertgeschätzt war. Wer den Laden betrat, fühlte sich auch zuletzt noch ein wenig an die gute alte Zeit erinnert, in der der Inhaber viele seiner Kunden noch mit Namen begrüßte und immer auch Zeit für einen kurzen Plausch hatte. Am 20. November ist der ehemalige Inhaber von "Edeka Wist", Ernst-Joachim Petersen, als Zeitzeuge Gast im Museum Lüneburg.

Hanse-Story im Comic-Stil

Buchvorstellung und Schnellporträts im Deutschen Salzmuseum 

Eine Seite aus dem neuen Comic von Jens Natter. Lüneburg, 12.11.2025 - Von Johann Wittenborg und Brun Warendorp haben die allermeisten Lüneburger vermutlich noch nichts gehört. Nicht verwunderlich, denn beide sind Lübecker und lebten im 14. Jahrhundert. Mit Lüneburg verbindet sie, dass beide Städte Teil der Hanse waren und sind. Das ist der Grund, warum der Hamburger Comic-Zeichner Jens Natter am 15. Dezember nach Lüneburg kommt. Hier will er seinen neuen Comic vorstellen. Aber nicht nur das.

Teilkapitulation zieht Tausende Besucher an

Sonderausstellung "Surrender 45" bis Jahresende verlängert

Diese Postkarte ist Teil der Begleitausstellung zur Sonderausstellung. Copyright: Sammlung Rüdiger SchulzLüneburg, 01.11.2025 - Auf ein so großes Interesse ist das Museum Lüneburg mit einer ihrer Ausstellungen wohl bislang noch nicht gestoßen: Seit der feierlichen Eröffnung am 3. Mai hatten bereits rund 12.500 Besucher die Gelegenheit, die Ausstellung "Surrender 45 – Lüneburg im Fokus der Weltöffentlichkeit" zu sehen. Wegen des großen Interesses wird die Ausstellung nun bis zum 30. Dezember verlängert.

Preis für die "weite Welt"

Lüneburger Theater-Ehepaar erhält diesjährigen Kunstpreis für Musik und Theater

Gratulanten und Geehrte: (v.l.) Hannelore Krome von der Ubuntu-Stiftung, Bürgermeisterin Hiltrud Lotze, die Preisträger Raimund Becker-Wurzwallner und Birgit Becker und die Laudatorin Carolin George. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 01.11.2025 - Für ihre Bereicherung der Lüneburger Kulturszene wurde das Theater-Ehepaar Birgit Becker und Raimund Becker-Wurzwallner jetzt mit dem Lüneburger Kunstpreis für Musik und Theater ausgezeichnet. Im Jahr 2007 gründete das Ehepaar das "Theater zur weiten Welt". Seitdem brachten sie 31 Stücke auf die Bühne, von Theaterklassikern wie Shakespeares "Maß für Maß – The rules of the game" bis hin zu Eigenproduktionen wie "Wendepunkte". 

Mittagspause jetzt auch am Abend

"Tunneltöne" erstmals zu späterer Stunde

Kurz, aber beeindruckend – die Konzerte bei den "Tunneltönen" begeistern das Publikum immer wieder. Hier ein früheres Konzert mit Milena Hoge. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 26.09.2025 - Die beliebten mittäglichen "Tunneltöne" im alten Durchgang zur Lüneburger Stadtmauer sollen nun auch mal abends stattfinden. Wie die Stadtverwaltung berichtet, kommt die Veranstaltung beim Publikum so gut an, dass es nun erstmals auch ein Konzert am 6. Oktober um 18.30 Uhr geben wird. Dann sogar mit zwei Künstler-Auftritten und länger als gewohnt – und freiem Eintritt.

Momente vor dem Exil

Thomas Mann in Nidden – Foto-Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Das Foto zeigt als Postkarte die Familie Mann bei ihrem Ferienhaus in Nidden. Foto: OLLüneburg, 16.09.2025 - Als Thomas Mann noch glaubte, Deutschland könnte für ihn eine dauerhafte Heimat sein, ließ er für sich und seine Familie ein Ferienhaus im ostpreußischen Nidden auf der Kurischen Nehrung errichten, das heute zu Litauen gehört. Doch schon wenig später verließ er Deutschland, nachdem er sich mehrfach öffentlich gegen die Nazi-Ideologie ausgesprochen hatte und dafür mit harten Strafen bedacht wurde. Eine Kabinettsausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum erinnert an seine Zeit in Nidden.

Neue Nutzung unter altem Gebälk

Stadt saniert und modernisiert viele Bereiche der Wilhelm-Raabe-Schule

Hier sollen die neuen Kunsträume entstehen. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 14.09.2025 - Große Sanierungsarbeiten stehen in den kommenden zweieinhalb Jahren an der Wilhelm-Raabe-Schule an. Gleich mehrere Maßnahmen lässt die Stadt dort durchführen, im Mittelpunkt steht der Ausbau des Dachgeschosses des Gymnasiums, wo drei Räume für den Kunstunterricht sowie eine große, offene Kunsthalle entstehen sollen. Insgesamt nimmt die Stadt 10 Millionen Euro für die Arbeiten in die Hand.

Spannende Tage im Mai '45

Hans-Joachim Boldt gibt Einblicke in und hinter das Geschehen am Timeloberg 

Hans-Joachim Boldt in der Ausstellung im Museum Lüneburg, vor ihm internationale Zeitungen mit Berichten zum Geschehen auf dem Timeloberg. Foto: Museum LüneburgLüneburg, 20.08.2025 - Einige Male schon stand Lüneburg im Licht der Öffentlichkeit, am 4. Mai 1945 blickte sogar die Welt gespannt auf Lüneburg. An dem Tag unterzeichneten Vertreter der deutschen Wehrmacht auf dem Timeloberg bei Wendisch Evern die Teilkapitulation gegenüber den britischen Streitkräften unter Feldmarschall Bernard Montgomery: ein entscheidender Schritt zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa. Um dieses Ereignis geht es bei der "Sonntagsgeschichte" am 24. August im Museum Lüneburg mit dem Lüneburg-Kenner Hans-Joachim Boldt.

Musikalische Mittagspause startet wieder

Acht neue Kurz-Konzerte im alten Durchgang der Stadtmauer geplant

Milena Hoge hat im vergangenen Jahr bereits zum Auftakt der Tunneltöne gespielt. Am 13. August leitet sie auch die zweite Saison ein. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 11.08.2025 - Ein besonderer Ort, ein besonderer Event: die "Musikalische Mittagspause" im alten Durchgang der Lüneburger Stadtmauer in der Straße Hinter der Bardowicker Mauer. Im vergangenen Jahr legte der Bereich Kultur der Stadt Lüneburg diese Veranstaltung zum ersten Mal auf, und sie wurde so beliebt, dass nun eine Neuauflage folgt. Start ist am Mittwoch, 13. August, bis Dezember sind acht Termine bereits fixiert.

Streit ums Losverfahren beigelegt

Johanneum bekommt ausnahmesweise eine zusätzliche 5. Klasse

Für das kommende Schuljahr wird es sieben 5. Klassen geben. Archiv-Foto: LGheuteLüneburg, 12.06.2025 - Der Zwist um das geplante Losverfahren am Lüneburger Johanneum hat ein vorerst gütliches Ende gefunden. In einer Sondersitzung am vergangegen Dienstag hat der Verwaltungsausschuss der Stadt nach einer intensiven Diskussion mehrheitlich beschlossen, dass der künftige fünfte Jahrgang am Johanneum einmalig sieben statt der gesetzlich vorgesehenen sechs 5. Klassen bekommt. 

Wer darf auf die Lieblingsschule?

Losverfahren fürs Johanneum sorgt für Ärger

Nicht schön, aber beliebt: das Johanneum in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 08.06.2025 - Dass es offenkundig zu viele Abiturienten und zu wenig Fachkräfte gibt, spürt nicht nur, wer einen Klempner braucht, einen Werkstatt-Termin fürs Auto benötigt oder wegen gesundheitlicher Maleschen den Arzt aufsuchen muss. Dass es auch weiterhin zu viele Abiturienten geben wird, darauf deuten die jüngsten Anmeldezahlen an den weiterbildenden Schulen in Lüneburg hin. Weil sie die Grenzen der Kapazitäten sprengen, sollen Plätze verlost werden. Das sorgt für Ärger. Nun soll im Verwaltungsausschuss der Stadt eine Lösung gefunden werden.

Härtere Zeiten fürs Theater

Gesellschafter fordern Neuausrichtung – Orchester wird abgespeckt

Auf das Theater Lüneburg kommen andere Zeiten zu. Foto: LGheute Lüneburg, 03.06.2025 - Lüneburgs Theater wird nicht bleiben, wie es ist. Diese unmissverständliche Ansage kam heute von Stadt und Landkreis Lüneburg, den beiden Trägern der Kultureinrichtung. Das Theater, das seit Jahren trotz überdurchschnittlicher Erlöse hohe finanzielle Verluste einfährt, soll eine Neuausrichtung als Dreispartenhaus erfahren. Im Mittelpunkt: neue, junge Zielgruppen. In den Bereichen Oper und klassische Konzerte hingegen soll abgespeckt werden, vor allem bei der Zusammensetzung des Orchesters.

Gute Aussichten fürs Salzmuseum

Fördermittel für Sanierung und Entwicklung scheinen zu fließen – Rat beschließt Vollvariante

In zwei Bauabschnitten soll das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg saniert und erweitert werden. Grafik: Stadt LüneburgLüneburg, 08.05.2025 - Mit dem Deutschen Salzmuseum, dem Ostpreußischen Landesmuseum mit der Sammlung Kant, dem Museum Lüneburg, dem Brauereimuseum, der Kunstsammlung Claassen und der Kunsthalle in der Kulkturbäckerei verfügt Lüneburg über eine Museumslandschaft, die sich sehen lassen kann. In die Jahre gekommen ist das Deutsche Salzmuseum, dessen notwendige Sanierung und Entwicklung seit Langem stockt und auch politisch Verstimmungen auslöste. Nun scheint wieder Schwung in das Vorhaben zu kommen.

Als die Welt auf Lüneburg schaute

Sonderausstellung erinnert an die Teil-Kapitulation der Wehrmacht vor 80 Jahren

Museumsleiterin Dr. Heike Düselder und Kurator Dr. Ulfert Tschirner mit einem Modell des ehemaligen Gedenksteins auf dem Timeloberg. Foto: Museum LüneburgLüneburg, 02.05.2025 - Von Orten, die in Lüneburg an das Ende von Nazi-Deutschland erinnern, hat die hiesige Politik noch nie besonders viel gehalten. Hier wird lieber abgerissen und verdrängt, die ehemalige MTV-Turnhalle, in der im Herbst 1945 der erste große Kriegsverbrecherprozess stattfand, ist ein Beispiel, die Villa Möllering in Häcklingen ein weiteres. Hier und am Timeloberg bei Wendisch Evern wurde im Mai 1945 die bedingungslose Teil-Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Mit einer Sonderausstellung erinnert das Museum Lüneburg an diesen Moment, in dem Lüneburg kurz im Fokus der Weltöffentlichkeit stand.

Als das Hanseviertel noch Kaserne war

Erinnerungstour mit Ex-Bürgermeister Eduard Kolle widmet sich dem Alltag der Soldaten 

Das Plakat zur 30. Erkundungstour durchs Hanseviertel in Lüneburg. Grafik: Stadt LüneburgLüneburg, 19.04.2025 - Dass Lüneburg bis zur Jahrtausendwende eine der größten Garnisonsstädte Deutschlands war, wissen vermutlich nur noch wenige. Vier Kasernen gab es in der Stadt, von ihnen ist nur noch die Theodor-Körner-Kaserne im Osten der Stadt übrig geblieben. Die anderen wurden im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr nicht mehr benötigt und umgewidmet, so auch die Schlieffen-Kaserne. Über den Alltag in dieser Kaserne geht es in einer neuen Folge der "Erkundungstouren" durchs heutige Hanseviertel.