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Kultur und Bildung

Mit Luisa in die Zukunft

Klima-Schützerin Luisa Neubauer beim Zukunftsfestival an der Leuphana mit dabei

Wo ungewöhnliche Ideen auf offene Ohren stoßen: die Leuphana Universität Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 04.04.2024 - Es gibt Veranstaltungen, bei denen meist schon vor Beginn feststeht, was am Ende herauskommt. Eine dieser Veranstaltungen ist das Helmut-Schmidt-Zukunftsfestival, zu dem erneut die Wochenzeitung "Die Zeit", die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und die Leuphana Universität Lüneburg einladen. Unter dem Motto "Was würden wir später bereuen, weil wir es nicht getan haben?" sollen vom 13. bis 15. Mai insgesamt 75 junge "Zukunftsgestalter" auf dem Campus der Leuphana zusammen die Zukunft des Klimaschutzes, der Demokratie und der Künstlichen Intelligenz ausleuchten. Mit von der Partie: Klima-Ikone Luisa Neubauer.

Haben die Wendländer sich an Sklaven bereichert?

Ein Forschungsprojekt an der Uni Lüneburg geht einer besonderen Frage nach 

An der Leuphana wird gern geforscht. Foto: LGheuteLüneburg, 01.02.2024 - Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ja eine schöne Sache, sie nimmt bisweilen aber auch bizarre Formen an. Deutlich wird dies an einem Forschungsprojekt an der Leuphana Universität in Lüneburg. Dabei soll ein Zusammenhang zwischen der Leinenproduktion im Wendland und der Sklaverei in Amerika hergestellt werden. Logisch, dass die Forscher damit auch gleich der Frage nachgehen, ob die Wendländer sich an der Sklaverei bereichert haben. Kein Scherz.

Der Unterricht als Sozialfall

In Kaltenmoor sollen nun auch "Klassen-Teilhabe-Coaches" die Lerndefizite von Schülern beheben 

Spielen hilft: Sozialarbeiter Dominik Hacker-Bendlin im Unterricht mit drei Schülern. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 16.01.2024 - Die Zeiten, da ein Lehrer ausreichte, eine Grundschulklasse zu betreuen, sind lange vorbei. Mangelnde Disziplin, fehlender Respekt, Konzentrationsschwächen, aber zunehmend auch katastrophale Sprachkenntnisse sind bei vielen Schülern heute keine Seltenheit mehr und lassen einen normalen Unterricht kaum noch zu. Gründe dafür gibt es viele, die meisten sind vermutlich im Elternhaus zu finden. Die Schulen müssen es ausbaden und brauchen immer mehr personelle Unterstützung. Zu den ohnehin schon vorhandenen Schulsozialarbeitern an Lüneburgs Schulen kommen nun noch "Klassen-Teilhabe-Coaches" hinzu.

Acht Meter Militärgeschichte

Beeindruckende Sonderausstellung mit Führung im Museum Lüneburg 

So groß, dass es fast nicht darstellbar ist: Das Gemälde 'Revue bei Bemerode', jetzt in einer Sonderausstellung im Museum Lüneburg zu sehen. Foto: Museum LüneburgLüneburg, 02.01.2024 - Schlachten-Gemälde gibt es vermutlich so viele wie es Schlachten gegeben hat. Zeitgenössische Künstler nutzten die Gunst der Stunde und die des Siegers und erhielten so der Nachwelt einen Eindruck des Geschehenen und der Größe des Feldherrn. Ein Gemälde, das aus der üblichen Schlachtendramatik herausfällt, ist "Die Revue bei Bemerode" – ein über acht Meter breites Panorama einer Militärparade des Kurfürsten von Hannover. Jetzt ist es in einer Sonderausstellung im Lüneburger Museum zu sehen und bei einer Führung zu erleben.

Wäre Kant heute Klimakleber?

Vortrag im Ostpreußischen Landesmuseum am 5. Dezember

The Blue Marble heißt dieses Foto, das 1972 von der Apollo-17-Crew aufgenommen wurde. Es gilt als das erste reale Gesamtportrait des Planeten. Foto: WikipediaLüneburg, 03.12.2023 - Haben die Englischen Landschaftsgärten etwas mit dem Klimawandel zu tun? Und hätte Immanuel Kant, lebte er heute, sich zu den Klimaklebern gesellt? Klingt absurd, ist aber Gegenstand einer durchaus ernstzunehmenden Veranstaltung des Ostpreußischen Landesmuseums, bei der es um die Frage geht, welches Denken dem mit der Aufklärung einsetzenden Fortschrittsglauben und der heutigen ökologischen Krise zugrunde lag. 

Wo die Künstler zur Schule gingen

Die Kunstakademie in Könisberg – Start einer Sonderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Das Treppenhaus der Königsberger Kunstakademie, Ölbild von Norbert Dolezich. Bildrechte: Ostpreußisches_LandesmuseumLüneburg, 16.11.2023 - Die weite Landschaft und die wilde Küste Ostpreußens inspirierte eine Vielzahl Künstler. Etliche von ihnen erhielten ihre Ausbildung an der Kunstakademie in Königsberg. Zwischen ihrer Gründung 1845 und dem Untergang Königsbergs 1945 bildete die Akademie 100 Jahre das künstlerische Zentrum Ostpreußens. In einer Sonderausstellung, die morgen Abend eröffnet wird, zeigt das Ostpreußische Landesmuseum das vielfältige Werk der verschiedenen Direktoren und Lehrer der Kunstakademie.

Neue Hoffnung fürs Theater

Hannover will Lüneburg stärker unter die Arme greifen, vorerst aber nur bis 2025

Der Betrieb im Theater Lüneburg kann vorläufig weitergehen. Foto: LGheute Lüneburg, 15.11.2023 aktualisiert - Das Theater Lüneburg kann aufatmen, zumindest vorerst. Wie aus Hannover zu hören ist, will Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister Falko Mohrs (SPD) dem finanziell angeschlagenen Theater unter die Arme greifen. Einziger Wermutstropfen: Zusätzliches Geld ist bislang nur für die Spielzeit 2024/25 vorgesehen. Doch es gibt Aussicht auf Verlängerung. 

Politik fordert neues Konzept

Fünf Rathaus-Fraktionen sehen Theater in der Bringschuld, wollen aber Handlungsfähigkeit sichern

Der Erhalt des Lüneburger Theaters dürfte sich zu einem erheblichen Kraftakt für Stadt und Kreis entwickeln. Foto: LGheuteLüneburg, 26.10.2023 - "Komm, wir finden einen Schatz" lautet der Titel eines Schauspiels, mit dem sich derzeit das Theater Lüneburg auf die Suche macht. Am Ende finden sie ihn, doch statt Reichtum ist es Glück. Beides, Glück und Reichtum, könnte das Theater tatsächlich gut gebrauchen, denn noch immer ist die finanzielle Notlage nicht beseitigt. Zwar kommen aus dem Rathaus Signale, weiter Geld in die Spielstätte zu pumpen, doch es gibt auch Forderungen aus der Politik, auch in Richtung Theater.

Abruptes Ende

Philosoph Precht gibt Honorarprofessur an der Leuphana auf

Die Leuphana hat nun einen Honorarprofessor weniger. Foto: LGheuteLüneburg, 24.10.2023 - Nach Kritik an seinen als antisemitisch bezeichneten Äußerungen hat Richard David Precht überraschend seine Honorarprofessur an der Leuphana Universität aufgegeben. Wie die "Landeszeitung" berichtet, habe Precht am vergangenen Wochenende der Universitätsleitung seinen Rückzug mit sofortiger Wirkung mitgeteilt. Dem Schritt ging eine entsprechende Forderung seitens des Studentenparlaments voraus. Die Gründe für das Ausscheiden Prechts aber sind unklar.

Bauen für den großen Denker

An der Ritterstraße beginnen die Arbeiten für den "Kant-Bau" – Fördermillionen fließen nach Lüneburg

Eine Skizze aus früheren Tagen: Im Hintergrund hellschraffiert der Kant-Bau mit Blick von der Heiligengeiststraße. Grafik: Ostpreußisches LandesmuseumLüneburg, 11.10.2023 - Noch ist es eine große Baulücke, doch schon in Kürze soll an der Ritterstraße eine der bedeutendsten Ausstellungen der deutschen Aufklärung entstehen. Die Rede ist von dem "Kant-Bau", einem viergeschossigen Museumsbau, der in das Ensemble des Ostpreußischen Landesmuseums eingefügt werden soll. In diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten, die noch zum 300. Geburtstag des Philosophen Immanuel Kant im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen.

Das Geheimnis der Köpfe

Führung mit Werner Preuß durch die frühere Schlieffen-Kaserne

Was hat es mit den Skulpturen auf sich, die noch heute einige der erhaltenen Kasernengebäude zieren? Antworten gibt es bei der zwölften Erkungungstour durchs Lüneburger Hanseviertel. Foto: LGheuteLüneburg, 05.10.2023 - Lange war die Lüneburger Schlieffenkaserne für viele ein "terra incognita". Nur wer Uniform und Dienstgrad hatte, durfte oder musste hinein. Nachdem Deutschlands Spitzenpolitiker im Freudentaumel der Wiedervereinigung glaubten, aufs Militär nahezu gänzlich verzichten zu können, wurden die Soldaten nach Hause geschickt und die Kaserne der Stadt übergeben. Geblieben sind Erinnerungen und manch spannende Geschichte, unter anderem über die zum Teil noch erhaltenen Kopf-Skulpturen. Davon handelt die nächste "Erkundungstour" im Hanseviertel am Donnerstag, 12. Oktober.

Vielleicht mal neue Wege gehen

Wenn das Lüneburger Theater gerettet werden soll, muss mehr als nur Geld fließen

Das Lüneburger Theater ist beim Publikum nach wie vor beliebt. Doch die Zukunft sieht düster aus. Foto: LGheuteLüneburg, 27.09.2023 - Eine, zwei oder weiter drei Sparten? Wieviel Theater kann Lüneburg sich angesichts hoher Defizite künftig noch leisten? Ein Gutachten sollte aufzeigen, ob und wie das Drei-Sparten-Haus erhalten werden kann. Die Politik überzeugten die bislang vorgestellten Ergebnisse, die auf strukturelle Streichungen hinauslaufen, eher nicht, ohnehin dürfe am Bestehenden nicht gerüttelt werden, so eine Forderung. Wie aber dann? Zwei Wege bieten sich an.

Eine besondere Familie

"Kügelgen"-Wanderausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Titelillustration zu dem Buch "Jugenderinerungen eines alten Mannes" von Wilhelm von Kügelgen. Copyright: Florian Noetzel Verlage WilhelmshavenLüneburg, 29.05.2023 - Den Namen Kügelgen kennen vermutlich nur noch Wenige, doch die Familie brachte viele Persönlichkeiten in den Bereichen Malerei, Literatur und Wissenschaft hervor, die bekanntesten Vertreter der Familie sind die Künstlerzwillinge Karl und Gerhard von Kügelgen. Die bewegenden Lebensgeschichten der Familie, die sich zwischen Deutschland und dem Zarenreich abspielten, sind Thema einer Wanderausstellung, die ab Juni im Ostpreußischen Landesmuseum gezeigt wird.

Grünes Licht für Friedrich von Mansberg

53-Jähriger wird neuer Intendant am Lüneburger Theater

Friedrich von Mansberg. Foto: Jochen QuastLüneburg, 04.05.2023 - Friedrich von Mansberg wird zur Spielzeit 2024/25 neuer Intendant am Lüneburger Theater. Wie der Landkreis Lüneburg gestern bekannt gab, werde von Mansberg zunächst für drei Jahre – bis Sommer 2027 – gemeinsam mit Verwaltungsdirektorin Raphaela Weeke das neue Führungsteam bilden. Der 53-Jährige wird damit Nachfolger des noch amtierenden künstlerischen Leiters Hajo Fouquet.

Führungsfrage am Theater scheint gelöst

Aufsichtsrat schlägt Friedrich von Mansberg als neuen Intendaten vor 

Das Theater Lüneburg ist auf der Suche nach einer neuen Führung. Foto: LGheuteLüneburg, 16.04.2023 - Der langjährige Chef-Dramaturg am Lüneburger Theater, Friedrich von Mansberg, könnte schon bald Nachfolger von Hajo Fouquet werden, der im kommenden Jahr sein Amt als Intendant niederlegen wird. Der Aufsichtsrat des Theaters, zu dem auch Vertreter von Stadt und Landkreis als Träger der Spielstätte gehören, hat sich am Freitag für von Mansberg ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

Ohne Abi am liebsten zur Leuphana

Universität belegt Spitzenplatz in Niedersachsen

Für viele Wege offen: die Leuphana Univesität in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 05.04.2023 - Lüneburgs Universität, die "Leuphana", hat jetzt eine besondere Auszeichnung erhalten: Sie ist die attraktivste Universität in Niedersachsen für Studenten ohne Abitur. Das hat eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh ergeben. Danach haben sich im Jahr 2021 39 Studienanfänger ohne Abitur oder Fachhochschulreife an der Lüneburger Uni eingeschrieben.

Aufklärung mit Tücken

Kant und der Sklavenhandel – Vortrag im Ostpreußischen Landesmuseum

Das Bild zeigt ein Portrait von Jean-Baptiste Belley von Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson, 1797. Belley war 1793-97 als Vertreter von Saint-Domingue Abgeordneter im französischen Nationalkonvent. Foto: Wikipedia/Ostpreußisches LandesmuseumLüneburg, 02.04.2023 - Wer sich nicht von "woken Aktivisten" und anderen Besserwissenden belehren lassen möchte, sondern Informationen zum Thema Kolonialismus aus berufenem Munde schätzt, sollte sich den Vortrag "Weiße Aufklärung? – Kant, der Kolonialismus und wir" nicht entgehen lassen. Darüber spricht der Kurator der entstehenden Lüneburger Kant-Ausstellung am 4. April im Ostpreußischen Landesmuseum.

Wechsel am Lüneburger Theater

Intendant Hajo Fouquet geht nach Spielzeitende 2023/24 – Nachfolge offen 

Hajo Fouquet. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 31.03.2023 - Am Lüneburger Theater steht eine gewichtige Änderung an. Der Intendant des Drei-Sparten-Hauses, Hajo Fouquet, wird seine Aufgaben zum Ende der Spielzeit 2023/24 abgeben und den Ruhestand antreten. Wie der Landkreis am Mittag informierte, hat Fouquet seine Entscheidung heute gemeinsam mit der kaufmännischen Geschäftsführerin Raphaela Weeke in einer Versammlung im Theater bekannt gegeben.

Erster Konsens fürs neue Salzmuseum

Verwaltung legt nach Kontroverse einen Entwurf für die Erweiterung vor

Könnte solch ein Anbau zwischen Siedehaus und Solehügel der neue Eingang zum Salzmuseum werden? Die Entwurfsskizzen, die Maja Lucht (r.) und Florian Forster (l.) zeigen, kommen auch bei Museumsleiterin Dr. Alexandra Hentschel (2.v.l.), Jens-Peter Fiedler vom Förderkreis und Prof. Dr. Heike Düselder, Vorsitzende der Museumsstiftung, gut an. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 25.02.2023 - In die festgefahrene Kontroverse um den Umbau und die Erweiterung des Deutschen Salzmuseums in Lüneburg kommt offenbar Bewegung. Gestern begutachtete der Stiftungsrat der Museumsstiftung Lüneburg, zu dem auch das Salzmuseum gehört, einen Entwurf der Stadtverwaltung für einen neuen Eingangsbereich.

Rettungsanker fürs Theater

Stadt und Kreis wollen finanzielles Desaster mit Patronatserklärung abwenden

Noch sind die Lichter am Lüneburger Theater an. Foto: LGheuteLüneburg, 25.12.2022 - Drastische Einsparungen oder gar ein vorübergehendes Schließen des Lüneburger Theaters scheinen vorerst abgewendet. Stadt und Landkreis Lüneburg haben als Träger jetzt erklärt, für das finanziell stark angeschlagene Bühnen-Haus eine sogenannte Patronatserklärung abzugeben. Damit soll sichergestellt werden, dass sich das Theater nicht bilanziell überschuldet.