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Kultur und Bildung

Wer darf auf die Lieblingsschule?

Losverfahren fürs Johanneum sorgt für Ärger

Nicht schön, aber beliebt: das Johanneum in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 08.06.2025 - Dass es offenkundig zu viele Abiturienten und zu wenig Fachkräfte gibt, spürt nicht nur, wer einen Klempner braucht, einen Werkstatt-Termin fürs Auto benötigt oder wegen gesundheitlicher Maleschen den Arzt aufsuchen muss. Dass es auch weiterhin zu viele Abiturienten geben wird, darauf deuten die jüngsten Anmeldezahlen an den weiterbildenden Schulen in Lüneburg hin. Weil sie die Grenzen der Kapazitäten sprengen, sollen Plätze verlost werden. Das sorgt für Ärger. Nun soll im Verwaltungsausschuss der Stadt eine Lösung gefunden werden.

Härtere Zeiten fürs Theater

Gesellschafter fordern Neuausrichtung – Orchester wird abgespeckt

Auf das Theater Lüneburg kommen andere Zeiten zu. Foto: LGheute Lüneburg, 03.06.2025 - Lüneburgs Theater wird nicht bleiben, wie es ist. Diese unmissverständliche Ansage kam heute von Stadt und Landkreis Lüneburg, den beiden Trägern der Kultureinrichtung. Das Theater, das seit Jahren trotz überdurchschnittlicher Erlöse hohe finanzielle Verluste einfährt, soll eine Neuausrichtung als Dreispartenhaus erfahren. Im Mittelpunkt: neue, junge Zielgruppen. In den Bereichen Oper und klassische Konzerte hingegen soll abgespeckt werden, vor allem bei der Zusammensetzung des Orchesters.

Gute Aussichten fürs Salzmuseum

Fördermittel für Sanierung und Entwicklung scheinen zu fließen – Rat beschließt Vollvariante

In zwei Bauabschnitten soll das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg saniert und erweitert werden. Grafik: Stadt LüneburgLüneburg, 08.05.2025 - Mit dem Deutschen Salzmuseum, dem Ostpreußischen Landesmuseum mit der Sammlung Kant, dem Museum Lüneburg, dem Brauereimuseum, der Kunstsammlung Claassen und der Kunsthalle in der Kulkturbäckerei verfügt Lüneburg über eine Museumslandschaft, die sich sehen lassen kann. In die Jahre gekommen ist das Deutsche Salzmuseum, dessen notwendige Sanierung und Entwicklung seit Langem stockt und auch politisch Verstimmungen auslöste. Nun scheint wieder Schwung in das Vorhaben zu kommen.

Als die Welt auf Lüneburg schaute

Sonderausstellung erinnert an die Teil-Kapitulation der Wehrmacht vor 80 Jahren

Museumsleiterin Dr. Heike Düselder und Kurator Dr. Ulfert Tschirner mit einem Modell des ehemaligen Gedenksteins auf dem Timeloberg. Foto: Museum LüneburgLüneburg, 02.05.2025 - Von Orten, die in Lüneburg an das Ende von Nazi-Deutschland erinnern, hat die hiesige Politik noch nie besonders viel gehalten. Hier wird lieber abgerissen und verdrängt, die ehemalige MTV-Turnhalle, in der im Herbst 1945 der erste große Kriegsverbrecherprozess stattfand, ist ein Beispiel, die Villa Möllering in Häcklingen ein weiteres. Hier und am Timeloberg bei Wendisch Evern wurde im Mai 1945 die bedingungslose Teil-Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Mit einer Sonderausstellung erinnert das Museum Lüneburg an diesen Moment, in dem Lüneburg kurz im Fokus der Weltöffentlichkeit stand.

Als das Hanseviertel noch Kaserne war

Erinnerungstour mit Ex-Bürgermeister Eduard Kolle widmet sich dem Alltag der Soldaten 

Das Plakat zur 30. Erkundungstour durchs Hanseviertel in Lüneburg. Grafik: Stadt LüneburgLüneburg, 19.04.2025 - Dass Lüneburg bis zur Jahrtausendwende eine der größten Garnisonsstädte Deutschlands war, wissen vermutlich nur noch wenige. Vier Kasernen gab es in der Stadt, von ihnen ist nur noch die Theodor-Körner-Kaserne im Osten der Stadt übrig geblieben. Die anderen wurden im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr nicht mehr benötigt und umgewidmet, so auch die Schlieffen-Kaserne. Über den Alltag in dieser Kaserne geht es in einer neuen Folge der "Erkundungstouren" durchs heutige Hanseviertel. 

Eine Schule wartet auf Antwort

Die IGS Kreideberg will eine gymnasiale Oberstufe einführen, doch die Schulbehörde schweigt

Noch ist offen, ob die IGS Kreideberg eine gymnasiale Oberstufe bekommt. Archiv-Foto: LGheuteLüneburg, 06.12.2024 - Seit 2019 ist die frühere Christiani-Schule am Kreideberg keine Oberschule mehr, sondern eine IGS, eine Integrierte Gesamtschule. Allerdings keine vollständige, denn eine gymnasiale Oberstufe mit dem Abitur als Abschluss gibt es dort nicht, noch nicht. Die Schule will das ändern und hatte dafür im Sommer einen entsprechenden Antrag beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) gestellt. Bis heute aber hat die Behörde sich dazu nicht geäußert, und das stellt Schüler, Schule und Eltern gleichermaßen vor Probleme.

Neuer Chef an der Wallstraße

Danny Kolbe leitet seit kurzem das Lüneburger Stadtarchiv

Danny Kolbe am Großformatscanner, der digitale Kopien von Zeitungsartikeln, Fotos und Büchern erstellt. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 14.11.2024 - Bislang leite Danny Kolbe das Lüneburger Stadtarchiv kommissarisch, seit Oktober ist er offiziell Chef des Archivs an der Wallstraße mit einem Team von 22 Mitarbeitern. "Ich möchte das Bewusstsein in der Stadtgesellschaft fördern, dass das Stadtarchiv eine wichtige Anlaufstelle ist. Die Leute sollen wissen, dass sie uns sowohl Infos bringen können als auch Antworten von uns erhalten", sagt Kolbe zu seiner neuen Aufgabe. 

Eine Viertelstunde Tunnel-Konzert

Am 6. November öffnet sich der Durchgang für einen weiteren musikalischen Kurzauftritt

Erst kürzlich war das Handpan-Duo 'Vibes & Motion' im Tunnel zu hören. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 04.11.2024 - Die meisten Lüneburger dürften den Ort vermutlich gar nicht kennen, stadtgeschichtlich Interessierte schon eher: Gemeint ist der stets mit einem großen Tor versperrte Durchgang unter der alten Stadtmauer am Liebesgrund. Inzwischen hat er mit den "Musikalischen Mittagspausen" eine Wiederbelebung und viel Zuspruch erfahren. Am morgigen 6. November gibt es einen neuen Auftritt in der "Tunneltöne"-Reihe.

Schüler glauben, Kamala wird's

Harris geht beim "US Embassy Election Project" als Gewinnerin der US-Wahl 2024 hervor

Ob diese Prognose zutrifft, wird das Ergebnis der Wahl am 5. November zeigen. Grafik: DDHQLüneburg, 03.11.2024 - Über 130 Schulklassen aus ganz Deutschland sind sich einig: Kamala Harris wird die neue US-Präsidentin. Die Schüler hatten am "US Embassy Election Project" teilgenommen und ihre Vorhersagen jetzt bei einer Online-Veranstaltung präsentiert. Entwickelt wurde das interdisziplinäre Unterrichtsprojekt von Sina Werner und Professor Torben Schmidt vom Institute of English Studies der Leuphana Universität Lüneburg.

Wie gewinnt man Salz auf Russisch?

Salzmuseum bietet spezielle Führungen an

Das Salzmuseum ist nun auch auf Russisch erfahrbar. Foto: Museumsstiftung LüneburgLüneburg, 24.09.2024 - Ab Freitag, 27. September, bietet das Deutsche Salzmuseum monatlich Führungen durch seine Dauerausstellung an – in russischer Sprache. Unter dem Motto: "Salz kennt doch jeder, oder?" können Besucher, die des Deutschen nicht mächtig sind, die historische Saline entdecken. Die Führung biete interessante Einblicke in die über 1000-jährige Geschichte des Salzes in Lüneburg, heißt es in der Ankündigung. Doch warum gerade auf Russisch?

Geld für die Erinnerung

Landtagspräsidentin zu Besuch in der "Euthanasie"-Gedenkstätte

Interessiert dabei: (v.l.) Carola Rudnick erklärt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, MdL Anna Bauseneick und Landtagspräsidentin Hanna Naber das historische Anstaltsgelände, dahinter PKL-Geschäftsführer Jan-Hendrik Kramer. Foto: 'Euthanasie'-Gedenkstätte LüneburgLüneburg, 04.09.2024 - Mit Niedersachsens Landtagspräsidentin Hanna Naber (SPD) kam gestern hoher Besuch aus Hannover nach Lüneburg. Gemeinsam mit der Lüneburger Landtagsabgeordneten Anna Bauseneick (CDU) besuchte sie die "Euthanasie"-Gedenkstätte auf dem Geländer der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL). Auch Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) fand sich ein. Wie die Pressestelle des PKL mitteilte, waren es die ersten Besuche von Landtagspräsidentin und Oberbürgermeisterin. Im Fokus stand unter anderem die künftige Finanzierung der Gedenkstätte.

Die Gärten der Aufklärung

Philosophischer Spaziergang im Ostpreußischen Landesmuseum

Der Merkurtempel am Großen Parkteich im Gothaer Schlosspark. Foto: Michael Fiege/WikipediaLüneburg, 03.09.2024 - Mit der Aufklärung hat sich auch das Bild der landschaftlichen Gartenkunst stark verändert. Die Emanzipation des Bürgertums bewirkte ein neues Naturgefühl – weg von der absolutistischen Naturbeherrschung hin zum malerischen Landschaftsgarten. Wie sehr philosophisch-literarisches Denken des 18. Jahrhunderts Reformen in Politik und Gesellschaft und damit auch die Schönen Künste beeinflusste, ist Thema eines "philosophischen Spaziergangs mit Immanuel Kant durch die Gärten der Aufklärung" am 28. September im Ostpreußischen Landesmuseum.

Schüler ermitteln Ausgang der US-Wahl

Leuphana und US-Botschaft starten wieder Unterrichtsprojekt zu US-Präsidentschaftswahlen

Lüneburg, 22.08.2024 - Auch, wenn die bundesdeutschen Medien bisweilen einen anderen Eindruck vermitteln: Der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Kamala Harris findet nicht in Deutschland statt. Spannend wird er dennoch sein, auch für rund 5.000 Schüler aus ganz Deutschland, die sich nach den Sommerferien im Englischunterricht mit dieser Wahl und der amerikanischen Politik beschäftigen werden. Am Institute of English Studies an der Leuphana Universität Lüneburg wurde dafür ein interdisziplinäres Unterrichtsprojekt entwickelt.

Kommt Frieden nach der Freiheit oder umgekehrt?

Sonderausstellung mit Werken der IGS Lüneburg startet im Museum Lüneburg

Dieses Bild von Alena Rambau ist Teil der Ausstellung. Copyright: Alena Rambau Lüneburg, 15.08.2024 - Das Museum Lüneburg lädt zur Eröffnung einer Ausstellung ein, die vom Kunstleistungskurs der IGS Lüneburg unter der Leitung von Jorge Ponce Muñoz entstanden ist. Die Ausstellung mit dem Titel "Frieden und Freiheit" läuft vom 17. August bis zum 08. September 2024 und zeigt Werke von Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse, die sich intensiv mit dem Thema der Ausstellung auseinandergesetzt haben. Ergänzend wird eine vollständig digitale Augmented-Reality-Fotoausstellung der 11. Klasse der IGS gezeigt.

Vertrauen – wozu?

Utopie-Konferenz an der Leuphana mit bekannten Protagonisten

Die Leuphana Universität richtet wieder eine Utopie-Konferenz aus. Foto: LGheuteLüneburg, 11.08.2024 - Vertrauen zwischen Menschen ist die Basis für gutes Gedeihen. Wenn aber der Staat von Vertrauen spricht, ist Wachsamkeit geboten. "Vertrauen – eine utopische Praxis?" Um diese Frage geht es bei der Utopie-Konferenz der Leuphana Universität vom 29. bis 31. August in Lüneburg. Die Transformationsforscherin Maja Göpel und die Schriftstellerin Jagoda Marinić laden als Gastgeberinnen der Konferenz dazu ein, "in unsicheren Zeiten die Zukunft des Vertrauens zu erkunden", wie die Universität mitteilte. Willkommen sind Interessierte aus der ganzen Republik und darüber hinaus. 

Auf dem falschen Weg

ALA kritisiert Fehlentwicklungen beim Denkmalschutz in Lüneburg

Unverständlich, wie diese Neubauten in der Neuen Straße inmitten Lüneburgs historischer Altstadt genehmigt werden konnten. Foto: privatLüneburg, 04.08.2024 - Wer in Lüneburgs historischer Altstadt sein Haus renovieren will, bekommt es schnell mit dem Denkmalschutz zu tun. Zu recht, denn die Altstadt ist ein kulturhistorisches Juwel, das auch nachfolgenden Generationen erhalten bleiben soll. Umso unverständlicher ist es daher, dass inmitten der denkmalgeschützten Altstadt ein Neubau genehmigt wurde, der an einfallsloser Schlichtheit kaum zu überbieten ist. Dagegen regt sich nun, leider zu spät, Kritik des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt (ALA). Der Verein beklagt aber noch weitere Missstände in Lüneburg. 

Stadt der Dosen-Künste

Lüneburg legt Nachwuchs-Projekt für Graffiti-Sprayer auf – Fotogalerie der bedeutendsten Kunstwerke

Kreativ, gesellschaftskritisch, mittendrin – die Lüneburger Sprayer-Szene ist omnipräsent. Foto: LGheuteLüneburg, 12.07.2024 - Die asiatischen Länder – ein kunstverlassener Ort? Eine gewagte Frage, doch anders ist kaum zu erklären, warum es dort, im Gegensatz zu hier, so gut wie keine Graffiti gibt. Schließlich gelten sie als "Kunst aus der Sprühdose", wie die Lüneburger Stadtverwaltung immer wieder betont. Und weil die Stadt zwar wenig Geld, das Rathaus aber ein großes Herz für Nachwuchs-Sprayer hat, dürfen sie sich mit fachkundiger Unterstützung jetzt an freigegebenen Containern versuchen, bevor sie ganz Lüneburg und Umgebung mit ihrer Kunst entzücken. Nachfolgend ein nicht immer ernstzunehmender Blick in die neuesten Entwicklungen in der Lüneburger Kunstszene und eine Auswahl ihrer bedeutendsten Werke.

Mehr KI ins Klassenzimmer?

Podiumsdiskussion an der Leuphana

Strandpunkt mit Perspektive: Innenansicht des Zentralgebäudes der Leuphana. Foto: LGheuteLüneburg, 08.06.2024 - Kann Künstliche Intelligenz den Bildungsnotstand in Deutschland beheben? Ausgeschlossen ist das nicht, zumindest dann, wenn wieder mehr auf Intelligenz als auf Ideologie in den Klassenzimmern gesetzt wird. Über die ethischen Herausforderungen in Bildung durch Technik soll es in einer Podiumsdiskussion am 13. Juni an der Leuphana Universität Lüneburg gehen. Titel: "Lehramtsstudium und/oder Künstliche Intelligenz?"

Im Spannungsfeld mit äußeren Mächten

Wie Lüneburg über Jahrhunderte seine Autonomie verteidigte – Führung im Museum Lüneburg  

Wie nur wenige Städte konnte Lüneburg über Jahrhunderte seine Autonomie bewahren. Das Foto zeigt einen Ausschnitt des im Museum ausgestellten Stadtmodells von Lüneburg. Foto: Museum Lüneburg/Sophie WolterLüneburg, 24.05.2024 - Über Jahrhunderte hinweg standen Lüneburgs Repräsentanten und die Bürgerschaft in dauerhaften Konflikten mit mächtigen Akteuren, um die städtische Autonomie zu behaupten. Beginnend mit dem ausgehenden 12. und dem beginnenden 13. Jahrhundert wird bei einer Führung im Museum Lüneburg anhand verschiedener Exponate aufgezeigt, wie die Stadt ihre erworbenen Privilegien und Freiheiten verteidigen und aufrechterhalten musste.

Wenn Kant zum Problem wird

Veranstaltung im Ostpreußischen Landesmuseum am 29. Mai

Dieses Portrait von Jean Baptist Belley, gemalt von Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson im Jahr 1797, wird in der Veranstaltung zur Sprache kommen. Belley war 1793-1797 Abgeordneter im französischen Nationalkonvent als Vertreter von Saint-Domingue. © Sammlung Palast Versailles, Quelle: Wikimedia Commons Lüneburg, 24.05.2024 - Aufklärer wie Immanuel Kant haben die moderne Welt maßgeblich mit ihren Ideen von Wissenschaft, Demokratie und Menschenrechten geprägt. Gleichzeitig finden sich bei Kant und anderen Aufklärern Ideen und Texte, die nach heutigen Maßstäben problematisch sind. Welche Bedeutung hat das heute? Diese Frage diskutiert der Kurator der Lüneburger Kantausstellung, Dr. Tim Kunze, gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea Esser und Dr. Hannah Peaceman in der Veranstaltung "Kant und Kolonialismus. Wie umgehen mit problematischen Aspekten in einer Ausstellung?"