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Politik und Verwaltung

Sexueller Missbrauch in Kinderdorf

Erzieher soll sechs Jungen über viele Jahre in Einrichtung im Landkreis Lüneburg missbraucht haben 

Lüneburg, 06.06.2023 - Ein schwerer Fall von Kindermissbrauch im Landkreis Lüneburg ist jetzt ans Tageslicht gekommen. In einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren soll sich in einem Kinderdorf ein Erzieher an sechs Jungen im Alter zwischen sieben und dreizehn Jahren vergangen haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von insgesamt 116 Fällen mit teils schwerem sexuellen Missbrauch.

Die Zahlen steigen weiter

Niedersachsen erhöht Flüchtlingskontingent – Landkreis Lüneburg besonders betroffen 

Die Notunterkünft für Flüchtlinge in Sumte. Von hier aus werden die Flüchtlinge auf die Städte und Gemeinden im Landkreis Lüneburg verteilt. Foto: Landkreis LüneburgHannover/Lüneburg, 12.05.2023 - Während in Berlin und in den Ländern noch über die Ergebnisse des sogenannten Flüchtlings-Gipfels gestritten wird, hat Niedersachsen bereits Fakten geschaffen und die Zahl der hier aufzunehmenden Flüchtlinge nach oben korrigiert. Die Folgen für den Landkreis Lüneburg: Er muss in den kommenden sechs Monaten mehr als 1.000 Personen zusätzlich aufnehmen und gehört damit zu den niedersächsischen Kommunen, die am stärksten belastet werden.

Gelungener Coup beim Landkreis

Rainer Müller wird neuer Kreisrat für Finanzen beim Landkreis Lüneburg

Für den Neuling Rainer Müller (l.) beim Landkreis Lüneburg gab's Blumen von Landrat Jens Böther. Foto: Landkreis Lüneburg Lüneburg, 02.05.2023 - Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte – oder: Wenn die Stadt nicht zugreift, macht es der Landkreis. So geschehen bei der Benennung von Rainer Müller als neuen Kreisrat und Leiter des neu geschaffenen Fachbereichs Mobilität und Finanzen. Heute stimmte der Kreistag der Neubesetzung zu. Beachtlich: Müller kommt als Leiter der Fachbereichs Finanzen bei der Stadt Lüneburg, die eigentlich selbst noch auf der Suche nach einem Stadtkämmerer ist.

Und wer trägt die Kosten?

In Niedersachsen werden Klima-Kleber für ihre Aktionen nicht zur Kasse gebeten – AfD fordert Änderung

Hannover, 27.04.2023 - Die Klebe-Aktionen der "Letzten Generation" erhitzen nicht nur die Gemüter, sie kosten auch richtig Geld. Allein in Niedersachsen hat die "Letzte Generation" durch ihre Aktionen bislang Kosten in Höhe von 144.000 Euro verursacht. Zur Kasse werden sie dehalb aber nicht gebeten, wie eine Anfrage der AfD ergab. Sie fordert deshalb Änderung. 

Dubiose Mitgliedschaft

Landkreis wird zahlendes Mitglied eines linksgrünen Vereins

Das Heinrich-Böll-Haus in Lüneburg ist Tummelplatz linker und grünalternativer Bewegungen. Foto: LGheuteLüneburg, 25.04.2023 - Im "Heinrich-Böll-Haus" in der Lüneburger Katzenstraße tummelt sich so Einiges, was dem linksgrünen bis linksextremen Lager zuzurechnen ist. Darunter auch der Lüneburger Ableger der Klima-Kampftruppe Extinction Rebellion, wie in der jüngsten Kreistagssitzung zu hören war. Vereint haben sich die zahlreichen links- und grünalternativen Gruppierungen in einem Verein, dem inzwischen das Geld für die Miete auszugehen droht. Grüne, Linke und SPD sorgten nun dafür, dass der Landkreis zahlendes Mitglied wird.

Fähr-Preise weiter in der Diskussion

Mobilitätsausschuss soll Lösung finden – Unrühmliche Geschichte im Hintergrund 

Die Zehnerkarten für die Elbfähre "Tanja" werden vom Landkreis Lüneburg subventioniert. Allerdings deutlich geringer als bei der Fähre "Amt Neuhaus". Zwei Kreistags-Anträge wollen das ändern. Foto: LGheuteLüneburg, 25.04.2023 - Ein kritischer Blick auf die von Stadt und Kreis herausgegebenen Unterlagen lohnt immer. Erst kürzlich stellte die LGheute-Redaktion dabei Widersprüchliches bei den ermäßigten Fahrpreisen für die beiden Elbfähren "Tanja" und "Amt Neuhaus" fest. Kreistagsmitglied Dietrich Bilgenroth (Basis) griff das Thema auf und forderte eine Anpassung bei den Preisermäßigungen. Die Fraktion der Linken ging nun noch einen Schritt weiter.

Ausbau oder Neubau?

Lüneburgs Einsatz für eine Neubaustrecke war Thema bei "Markus Lanz" – Politik rückt Lösung näher

So wie hier an der A9 bei Nürnberg könnte auch die Neubaustrecke Hamburg - Hannover entlang der A7 geführt werden. Foto: WikipediaLüneburg, 21.04.2023 - Dass Lüneburg es mal in die Sendung von "Markus Lanz" schafft, kommt nicht alle Tage vor. Gestern Abend war es soweit, Anlass waren die seit Jahrzehnten aufgetürmten Probleme bei der Deutschen Bahn. Lüneburg und der Streit um den künftigen Schienenverkehr zwischen Hamburg und Hannover galt dabei stellvertretend für ganz Deutschland. Doch wer genau hinhörte, konnte eine Lösung des Konflikts erkennen. Die zeichnet sich offenbar auch an anderer Stelle ab.

600.000 Euro-Auftrag ohne Ausschreibung

Kreisverwaltung vergibt Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung und lässt Kreistag im Dunkeln

Das Kreishaus in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 20.04.2023 - Kommunen müssen Aufträge ab einem Wert von 215.000 Euro europaweit ausschreiben. So will es das deutsche und europäische Vergaberecht. Doch der Landkreis Lüneburg sieht sich daran offenbar nicht gebunden, wie aus einer Vorlage für die heutige Kreistagssitzung hervorgeht. Danach soll ein Unternehmen für Beratungsleistungen für die neue kreiseigene "MOIN"-Gesellschaft ohne Ausschreibung beauftragt werden. Auftragsvolumen: 624.800 Euro. 

Bald einheitliche Fährpreise?

Basis-Partei will die unterschiedliche Subventionierung der beiden Elbfähren harmonisieren

Die Fähre "Amt Neuhaus" profitiert deutlich stärker von der Subventionierung durch den Landkreis Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 20.04.2023 - Zwei Fähren, zwei verschiedene Beförderungs-Preise? An sich nichts Ungewöhnliches, wenn die Betreiber nicht identisch sind wie bei den beiden Elbfähren "Amt Neuhaus" und "Tanja". Ungewöhnlich ist aber, wenn der Landkreis Lüneburg einen Teil der Preise für beide Fähren subventioniert, dabei aber nicht denselben Maßstab anlegt. Das soll sich ändern, fordert der Kreistagsabgeordnete Dietrich Bilgenroth (Basis).

Bahnstrecke wird ein halbes Jahr gesperrt

Trasse Hamburg - Hannover soll 2026 grundsaniert werden 

Weit und breit kein Zug: So wird sein, wenn die Strecke Hamburg - Hannover ein halbes Jahr lang für die Grundsanierung gesperrt ist. Foto: LGheuteLüneburg, 19.04.2023 - Auf Bahnreisende zwischen Hamburg und Hannover kommen harte Zeiten zu. Die Bahn plant die Grundsanierung der Trasse, die in dazu in 2026 für ein halbes Jahr gesperrt werden soll, wie ein Bahnmitarbeiter kürzlich im Mobilitätsausschuss des Landkreises mitteilte. Von der Sanierung erhoffe man sich mehr Zuverlässigkeit und schnellere Verbindungen auf der stark befahrenen Strecke.