Gravierende CO-Werte festgestellt – 30 Kilo unversteuerter Tabak sichergestellt

Lüneburg, 22.06.2018 - Mit einer Groß-Razzia mit dem Schwerpunkt Steueraufsichtsmaßnahmen, Schwarzarbeit, Emissions- und Jugendschutz kontrollierten Hauptzollämter, Polizei und Hansestadt Lüneburg am Mittwochabend insgesamt vier sogenannte "Shisha-Bars" im Lüneburger Stadtgebiet. Im Einsatz waren dabei mehr als 80 Einsatzkräfte aller beteiligten Behörden, darunter auch diverse Fachermittler sowie Beamte der Bereitschaftspolizei und Diensthundeführer.

Die Polizei unterstützte dabei schwerpunktmäßig im Rahmen der Amtshilfe die Kontrollmaßnahmen der Hauptzollämter Lüneburg (Schwarzarbeit) und Hamburg-Hafen (Verstoß Tabaksteuer) sowie die Stadt Lüneburg (Bereiche Ordnung und Bauamt). Ein weiteres Augenmerk lag auf der Einhaltung des Jugendschutzes, so dass auch Ermittler des Fachkommissariats Jugendkriminalität präsent waren.

In Absprache mit der Hansestadt Lüneburg wurden auch CO-Messungen in den Lokalitäten durchgeführt, die auch in Hinblick auf die Eigensicherung der Einsatzkräfte mit Betreten der Bars durchgeführt wurden. Dabei wurden in mehreren Fällen überhöhte CO-Messwerte festgestellt. In einem Fall waren die Werte nach mehrmaliger Messung so gravierend, dass die alarmierte Lüneburger Feuerwehr die Keller-Lokalität belüften musste, um dem Grenzwert zu entsprechen.

Die Polizei stellte die Personalien von 17 Personen nach dem Jugendschutzgesetz fest. Parallel überprüften die Einsatzkräfte der Hauptzollämter insgesamt 19 Personalien, woraus neun Verfahren nach dem Schwarzarbeitsgesetz resultierten. Darüber hinaus waren zwei Asylbewerber illegal beschäftigt. Die Betroffenen erwartet dabei laut Polizei "nicht unerhebliche" Bußgelder.

Die Betreiber von zwei Shisha-Bars erwartet darüber hinaus Verfahren wegen Steuervergehen. Dabei stellten die Einsatzkräfte auch gut 30 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher.