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Kant-Dauerausstellung startet in Kürze

Eröffnung am 12. März – Feierlicher Festakt vorab 

Immanuel Kant, Gemälde von Gottlieb Doebler. Foto: Ostpreußisches LandesmuseumLüneburg, 03.03.2026 - Nur noch wenige Tage, dann darf sich Lüneburg mit Fug und Recht als "Kant"-Stadt bezeichnen. Am 12. März eröffnet das Ostpreußisches Landesmuseum sein neues Museum, das dem bedeutenden deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724 - 1804) gewidmet ist. Es ist die erste und einzige Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland zu dem revolutionären Denker der Aufklärung. Bereits am Vortag findet ein feierlicher, nicht öffentlicher Festakt statt.

Die Ausstellung widmet sich umfassend dem Leben, Denken und der Wirkung des großen Philosophen aus Königsberg. Sie rückt Kant nicht nur als historische Persönlichkeit in den Mittelpunkt, sondern vor allem als Ideengeber, dessen Denken bis heute unser Verständnis von Wissen, Moral, Politik und Freiheit prägt. Einzigartige Exponate eröffnen persönliche Einblicke in den Menschen Kant, während Inszenierungen und interaktive Stationen versuchen, seine komplexe Philosophie anschaulich und lebendig zu vermitteln.

Ganz im Sinne Kants lädt die Ausstellung zum "Selberdenken" ein: Besucher sind eingeladen, sich aktiv mit seinem Denken auseinanderzusetzen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Wie beeinflussen Kants Ideen unsere heutige Welt? Wo sind sie noch aktuell – und wo fordern sie zum kritischen Weiterdenken heraus?

Nach einem biografischen Einstieg zur Lebenswelt des Philosophen gliedert sich die Dauerausstellung in drei zentrale Themenbereiche: Erkenntnis, Moral und Politik. Jeder Bereich bietet unterschiedliche Zugänge und Vertiefungen, sodass Besucher ihren persönlichen Schwerpunkt wählen und Kant aus verschiedenen Perspektiven entdecken können.

◼︎ Gewichtiger Akzent in der deutschen Museumslandschaft

Mit dem neuen Kant-Museum setzt das Ostpreußische Landesmuseum einen gewichtigen Akzent in der deutschen Museumslandschaft. Das Museum soll nicht nur als museale Auseinandersetzung mit einem zentralen Vertreter der europäischen Geistesgeschichte verstanden werden, sondern als "lebendiger Denkraum, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet und zur Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen des menschlichen Zusammenlebens anregt", so die Museumsleitung. Das Museum werde so zu einem Ort des aktiven Nachdenkens über Kant – und über uns selbst.

Das Museum ist über den Zugang zum Ostpreußischen Landesmuseum in der Heiligengeiststraße erreichbar.

 

 

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