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Unverhofftes Glück für die leere Stadtkasse

Stadt soll rund 250.000 Euro erben

Im Rathaus darf man sich über eine Viertelmillion Euro freuen – sofern der Rat zustimmt. Foto: LGheuteLüneburg, 20.04.2026 - Wenn in Lüneburg der Rat zusammenkommt, geht es nicht immer harmonisch zu. Meist wird darüber gestritten, wofür das Steuergeld ausgegeben werden soll. Die einen wollen mehr Fahrradstraßen, die anderen etwas Sinnvolles. Am morgigen Dienstag ist das anders. In einer Sondersitzung des Rates soll darüber entschieden werden, ob zusätzliches Geld in die leeren Kassen fließen darf. Konkret geht es um die Erbschaft eines Lüneburgers, die der Stadt 250.000 Euro bringen könnte.

Es geht um das Testament des 1966 in Lüneburg geborenen und am 5. Februar dieses Jahres verstorbenen Jens Witte. Das Amtsgericht Lüneburg hat als Nachlassgericht am 10. März die testamentarische Verfügung eröffnet, wonach die Stadt Lüneburg und die Stiftung Deutsche Krebshilfe jeweils zu 50 Prozent als Erben eingesetzt werden. Das Testament regelt weiterhin die Beerdigung des Verstorbenen, ein Vermächtnis von Sachwerten zugunsten seines ehemaligen Arbeitgebers und die Veräußerung seines Einfamilienhauses.

Im Anschluss soll das Vermögen durch einen Testamentsvollstrecker auf beide Erben aufgeteilt werden. Zum Vermögen von Jens Witte zählen sein Einfamilienhaus auf einem 1.144 Quadratmeter großen lastenfreien Eigentumsgrundstück an der Soltauer Straße, Kontoguthaben, eine Sterbegeldversicherung und zwei Bankschließfächer, wie die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für die Ratssitzung am 21. April auflistet. Laut Notar wurde der Wert bei Erstellung des Testaments mit 500.000 Euro beziffert.

Die Sondersitzung ist erforderlich geworden, da ab einer Summe von 2.000 Euro der Rat hinzugezogen werden muss und die Frist zur Ausschlagung am 21. April endet. Die Sondersitzung soll in einer Unterbrechung der am selben Tag stattfindenden Sitzung des Verwaltungsausschusses stattfinden. 

 

 

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