Forensische Untersuchungen ergaben, dass der bei Dahlem tot aufgefundene Wolf erschossen wurde. Foto: PolizeiLüneburg, 04.09.2018 - Der am 25. August auf einem Rübenfeld an der Landstraße 222 bei Dahlem tot aufgefunde Wolf ist erschossen worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Kadaver für forensische Untersuchungen an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Dort stellte das IZW bei dem toten Wolf eine tödliche Schussverletzung durch ein Teilmantelgeschoss fest. Die Polizei geht daher von einer gezielten illegalen Tötung aus. Bislang war sie davon ausgegangen, dass der Wolf von einem Fahrzeug angefahren wurde und an seinen Verletzungen verstarb. Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ermittelt.

Es handelt sich um den sechzehnten toten Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018. Insgesamt wurden in Niedersachsen bislang 46 tote Wölfe bekannt, sieben davon waren illegal getötet worden. 

Das IZW untersucht den Kadaver im Rahmen des bundesweiten Totfundmonitorings und schickt zur DNA-Analyse Gewebeproben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt, dem nationalen Referenzlabor für Wolfsgenetik. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen können neben der Aussage zur Todesursache auch Aussagen zum Gesundheitszustand, zum Alter, zur Herkunft des toten Tieres und zur Rudelzugehörigkeit getroffen werden.

Für die illegale Tötung eines Wolfs ist als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorgesehen.