Umweltschützer wollen sich ein Bild über Schadstofffunde machen

Alt Garge, 01.05.2013 - Die Umweltschutz-organisation "Robin Wood" wird morgen, 2. Mai, gegen 11 Uhr mit einem Floß im Sportboothafen von Alt Garge einlaufen. Die Mitglieder der Organisation befinden sich auf der Fahrt nach Hamburg, um dort an der Hafenblockade gegen das Vattenfall-Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg teilzunehmen. Den Zwischenstopp in Alt Garge wollen die Umweltschützer nutzen, um sich in Alt Garge bei Mitgliedern der "Bürgerinitiative Altlastenfreies Elbtal" über die aktuelle Situation um die Schadstofffunde in Alt Garge zu informieren.

Hintergrund für die Maßnahme sind die stark arsenbelasteten Bodenfunde, die im Rahmen der Deichbauarbeiten in Alt Garge ans Tageslicht befördert wurden. Diese werden nach bisheriger Einschätzung auf die Emissionen des früheren Kohlekraftwerks zurückgeführt, dass die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) in Alt Garge bis in die 80er Jahre betrieben hatte (LGheute berichtete).

Als HEW-Rechtsnachfolger hat der Energieversorger Vattenfall bereits Kooperationsbereitschaft signalisiert. Das Unternehmen hatte erst kürzlich erklärt, die Organsisation und die Kosten für die Entsorgung des Bodenaushubs durch ein Spezialunternehmen zu übernehmen, der durch den damaligen Kraftwerksbetrieb angefallen ist.

Um sich ein genaues Bild über den Umfang und die Höhe der Bodenbelastungen zu machen, hat Vattenfall weitere Bodenerkundungsarbeiten auf der Elbinsel in Alt Garge veranlasst. Noch bis zum 8. Mai sollen mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs vor Ort Boden- und Wasserproben entnommen werden, teilte das Unternehmen mit.