Europaabgeordneter McAllister warb in der Samtgemeinde für die CDU 

David McAllister (Mitte) mit (v.l.) Eckhard Pols, Felix Petersen, CDU-Kreisvorsitzender, Mareike Witte und Carsten Müller, Vorsitzender CDU-Samtgemeindeverband Amelinghausen, vor dem Schafstall in Amelinghausen. Foto: CDU-Kreisverband LüneburgAmelinghausen, 23.08.2021 - Prominenter Besuch war vor wenigen Tagen in Amelinghausen zu Gast. Am vergangenen Mittwoch warb der Europaabgeordnete und frühere Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister für eine starke CDU bei den anstehenden Kommunal- und Bundestagswahlen. Vor mehr als 80 CDU-Mitgliedern und Gästen aus dem Landkreis Lüneburg warnte er ausdrücklich vor einer linken Mehrheit im Bund.

"Wenn Rot-Rot-Grün möglich ist, werden sie es versuchen", prognostizierte McAllister, der Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament ist. Eine solche Koalition aus SPD, Grünen und Linken bezeichnete er als eine "große Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland und für das internationale Ansehen des Landes".

Dagegen setze sich die Union für stabile Finanzen und zu einer Rückkehr zu einer "maßvollen Haushaltspolitik" ein. Gleichzeitig seien die wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands zum Beispiel durch die Förderung von Technologie, Forschung und Innovation "zu entfesseln", sagte McAllister, der dabei unterließ, auf die Defizite der Bundesregierung bei diesen Themen einzugehen. 

Auch sei der Klimaschutz wichtig, dieser müsse aber ganzheitlich betrachtet werden. "Er darf nicht zu einer Deindustrialisierung Deutschlands und Europas führen und es muss auch die soziale Komponente berücksichtigt werden", so McAllister. Die Union stehe gleichwohl hinter dem Ziel, in Europa bis 2050, in Deutschland sogar bis 2045 Klimaneutralität zu erlangen. Wie das gelingen soll, blieb offen.

Auch müsse Europa neu aufgestellt werden, darin sehe er sich mit dem Kanzlerkandidaten von CDU und CSU, Armin Laschet, auf einer Linie. Wie die Neuaufstellung aussehen soll, darin ließ der Europapolitiker keinen Zweifel: "Europa braucht Deutschland und Frankreich, die gemeinsam vorangehen."

Mit Blick auf die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan unterstrich McAllister auch die Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft, den zu erwartenden Flüchtlingen in den Nachbarländern Schutz zu bieten. Dazu müsse mit den afghanischen Nachbarländern gesprochen und den Flüchtlingshilfeorganisationen ausreichend Geld bereitgestellt werden.

Lob verteilte McAllister an Kanzlerkandidat Armin Laschet. Dieser werde in der Öffentlichkeit "gelegentlich unterschätzt". Dabei regiere Laschet als Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen schon seit Jahren "geräuschlos" mit einer schwarz-gelben Ein-Stimmen-Mehrheit. 

Eingeladen hatte den Europapolitiker der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols. Dieser unterstrich in seiner Rede, dass die arbeitende Mitte der Gesellschaft durch Steuern und Abgaben nicht weiter belastet werden dürfe. Auch teilte Pols die Überzeugung, dass mit Armin Laschet die nächste Bundesregierung einen guten Bundeskanzler an ihrer Spitze hätte. Pols: "Der Mann ist nicht umsonst Ministerpräsident eines knapp 18 Millionen Einwohner starken Bundeslandes, das damit größer ist als mancher EU-Mitgliedstaat."

McAllister bezeichnete den Wahlkreis "Lüchow-Dannenberg – Lüneburg", in dem sich Pols erneut um das Direktmandat bewirbt, als traditionell hart umkämpft. "Dass Eckhard Pols den Wahlkreis 2009, 2013 und 2017 gewonnen hat, muss daher auch an seiner Wahlkreisarbeit liegen", lobte der Deutsch-Brite. 

Die CDU-Kandidatin für das Samtgemeindebürgermeisteramt in Amelinghausen, Mareike Witte, betonte ihrerseits, es für die Samtgemeinde keinen Stillstand geben dürfe. "Wir müssen unsere Mitgliedsgemeinden und unser Grundzentrum stärken und in Teilen neu aufstellen. Immer die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit unserer Maßnahmen im Blick, stets den Klimaschutz bedenkend, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft hier gut und gerne leben können."