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Streusalz-Schmarotzer unterwegs?

AGL registriert zahlreiche plötzlich geleerte Streugutboxen und äußert Verdacht

Lüneburg, 09.01.2026 - Kaum sind sie befüllt, sind sie auch schon wieder leer: die in der Stadt verteilten öffentlichen Streugutboxen der AGL. Zwar ist das Streugut für die öffentliche Nutzung bestimmt, doch das Ausmaß, in dem sie in diesem Jahr wieder leer sind, ist neu. "Sobald wir unsere Streugutboxen aufgefüllt haben, werden sie innerhalb kürzester Zeit wieder leergeräumt", sagt Lars Strehse, Geschäftsführer der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL). Und er hat einen Verdacht.

"Wir haben aktuell den begründeten Verdacht, dass sich sowohl kommerzielle Räumdienste als auch Eigentümer und Eigentümer gewerblicher Grundstücke, Häuser, Läden und andere an unseren Streugutboxen bedienen", sagt Strehse. Dies sei nicht zulässig, denn die Boxen mit dem Sand-Salz-Gemisch sind ausschließlich für Privatleute gedacht, die kleine Mengen entnehmen können, um öffentliche Wege vor ihrer Haustür zu streuen.

"Die Boxen sind ein freiwilliger und kostenfreier Service der AGL, den wir ausschließlich Bürgern anbieten, die ihren Bedarf nicht anders decken konnten", betont Strehse. Denn natürlich benötige die AGL das verfügbare Material an Streugut hauptsächlich für ihren eigenen Winterdienst.

Die AGL will die Streugutboxen dennoch weiter regelmäßig nachfüllen, wann und in welchem Umfang das passiert, dazu will sich Strehse vor dem aktuellen Hintergrund nicht äußern. Er bietet aber an: "Wer dringend Streugut benötigt, kann sich auch bei uns am Betriebshof an der Bockelmannstraße einen Eimer abholen." Ein Anspruch an kostenfreiem Streugut bestehe aber nicht. Strehse: "Der Winter kommt nicht plötzlich und unerwartet, so dass jeder Räumpflichtige sich selbstverständlich selber entsprechend wappnen muss."

 

 

Kommentare  
Mal ganz ehrlich, es gibt 19 Streugutboxen in Lüneburg, einer Stadt mit knapp 40.000 Haushalten, da wundert es mich nicht, wenn die schnell leer sind aktuell. Und wenn was knapp ist, kommt immer noch einer daher, der das hamstert. Bei einer städtischen Gesellschaft ist außerdem nichts kostenlos, zahlen tut hier immer der Steuerzahler. Trotzdem könnte man da mal deutlich mehr von aufstellen. das wäre auf jeden Fall sinnvoller und bürgernäher als eine Radfahrzählanlage.
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