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Aufgelesen: Falsch-Behauptung

Der Sender "Phoenix" versteigt sich mit einer Aussage zur Rede von Alice Weidel im Bundestag

Foto: LGheute26.11.2025 - Bundestagsreden sind nicht jedermanns Sache. Zu langweilig, zu trocken, zu kleinteilig, so die häufige Kritik. Für die Generaldebatten um den Bundeshaushalt gilt dies nicht. Da legen die Oppositions-Parteien ihren Finger in die offenen Wunden und Schwächen der Bundesregierung, die stets wortreich versucht, dagegenzuhalten. So auch heute wieder. Den Start machte Alice Weidel, Co-Vorsitzende und Co-Fraktionschefin der AfD. In ihrer Rede forderte sie unter anderem die Abschaffung des umstrittenen Rundfunkbeitrags. Das wollte der öffentlich-rechtliche Sender "Phoenix" nicht hinnehmen und kommentierte die Forderung mit einer Falsch-Behauptung.

"Ohne Rundfunkbeitrag wäre diese Rede nicht übertragen worden", sagte Erhard Scherfer, der als Phoenix-Kommentator die Bundestagsdebatte am Morgen begleitete. Er reagierte damit auf Alice Weidel, die sich erneut für ein Ende des Zwangs-Beitrags aussprach. 

Doch mit seinem Kommentar liegt Scherfer falsch. Denn die Rede wurde zeitgleich auch auf dem frei empfangbaren, aber privaten Fernsehsender "Welt"-TV übertragen, der ohne Pflichtbeiträge zu empfangen ist.

Politik-Interessierten bietet "Welt"-TV aber noch mehr: Täglich liefert der Sender aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu werden quasi im Stunden-Takt relevante Akteure aus allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen interviewt und faktenreiche Hintergrundinformationen geliefert – zum Ukraine-Krieg, Ghaza-Konflikt oder Klima-Konferenz ebenso wie zur laufenden Renten-Debatte und neuesten Entwicklungen in der Migrations- und Einwanderungspolitik, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Zu nennen sei an dieser Stelle auch das seit kurzem neu ins Programm aufgenommene Format "Meinungs-Freiheit". Hier diskutiert "Welt"-Moderatorin Nena Brockhaus montags bis mittwochs von 16.10 Uhr vierzig Minuten mit jeweils wechselnden Gästen, die eigene Themen für einen kontroversen Austausch in die Sendung mitbringen.

Nebenbei: Wer die Reden im Bundestag verpasst hat, kann diese auch in der Mediathek des Deutschen Bundestags nachschauen. Die heutige Rede von Alice Weidel etwa ist hier zu finden.

 

 

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