Robert Habeck schließt einen militärischen Konflikt um Grönland aus
12.01.2026 - Deutschland, Europa und die Nato-Staaten können aufatmen. Den befürchteten militärischen Konflikt zur Beilegung der von den USA ausgelösten Grönland-Frage wird es allem Anschein nach nicht geben. Das gab der Experte für internationale Konfliktforschung Robert Habeck am Morgen bekannt. Im Deutschlandfunk sagte Habeck, der zuletzt als Bundeswirtschaftsminister durch strategische Heizungslösungen aufgefallen ist, dass er nicht mit einer US-Besetzung Grönlands rechne.
Habeck begründete seine Einschätzung im Deutschlandfunk damit, dass ein militärisches Vorgehen ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht wäre. Er verwies zudem auf die Aussage der dänischen Regierungschefin Frederiksen, wonach ein solcher Schritt das Ende der Nato bedeuten würde. Habeck, mittlerweile als Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien in Kopenhagen tätig, rechnet vielmehr damit, dass die USA finanzielle Angebote machen werden. Als Beispiele nannte er Infrastruktur-Investitionen und die Möglichkeit, dass Grönland dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen beitreten könnte.
Der Deutschlandfunk sendet das Habeck-Statement seit dem Morgen ununterbrochen in seinen Nachrichtensendungen. Eine Reaktion aus dem Oval Office des Weißen Hauses in Washington gab es bis zum Mittag deutscher Zeit noch nicht.

