11.01.2015 - Sollte heute am Frühstückstisch vielleicht doch der eine oder andere überlegen, am Nachmittag dem Demonstrationsaufruf zu folgen, mit dem die Lüneburger auf dem Marktplatz für Freiheit und gegen Angst eintreten sollen, für den lohnt vorab die Lektüre dieses Kommentars auf der Online-Ausgabe der FAZ. Lohnenswert, weil tatsächlich mal gefragt wird, warum terroristische Anschläge in unseren Tagen eigentlich immer im Namen Allahs durchgeführt werden. Und lohnenswert auch deswegen, weil dieser Kommentar nicht bei den üblichen und bequemen Denkmustern hängen bleibt.

"Genauso, wie die Verbrechen der Kreuzfahrer, die spanische Inquisition, die Grausamkeiten der Täufer in Münster, die Menschenvernichtung der Konquistadoren in Südamerika, die Pogrome im russischen Zarenreich und all die vielen anderen Untaten aus dem Pitaval des Abendlandes durchaus etwas mit dem Christentum zu tun hatten – indem sie dessen hässlichstes, grausamstes, dümmstes Gesicht zeigten –, so haben selbstverständlich auch Verbrechen wie jenes von Paris etwas mit dem Islam zu tun", schreibt FAZ-Korrespondent Michael Martens.

Und weiter heißt es: "Solange sich all die Imame und Scheichs nicht fragen, warum ihre Religion so viele Perverse hervorbringt und warum die Lehren ihres Propheten so viele Menschen gebären, die sich mordend auf ihn berufen, solange werden sich Verbrechen wie das von Paris wiederholen – einmal auch in unserer Nähe."

Es scheint, als komme allmählich doch noch Qualität in die Diskussion um die Frage nach dem Warum. Sie würde nicht nur dem Islam, sie würde vermutlich auch allen anderen gut tun.