Foto: LGheute07.08.2019 – Das ist gemein. Sie sind die Stars unter den Sternen, diejenigen, die sagen, wo's lang geht, was richtig oder falsch ist. Zu sein wie sie, ist der Traum vieler, nicht zuletzt derjenigen, die schon lange für ein besseres Leben eintreten – was auch immer sie dafür halten. Doch nun das. Leonardo DiCaprio, Johnny Depp, Tom Cruise, Bradley Cooper, die Sängerin Kate Perry und viele andere very famous people wollten nun auch mal dem Zeitgeist gerecht werden und kamen beim siebten Google Camp auf Sizilien zusammen. Das Thema: Klimawandel. Angereist waren sie mit ihren Privatjets und Luxusyachten.

So viel vorweg: Nichts gegen Privatjets und Luxusyachten. Das neiden eh nur die, die nie auch nur in die Nähe solcher Gefährte kommen. Und der Bericht von FAZ-online mit dem genialen Titel "864 Tonnen Kohlendioxid für den Klimaschutz" weist natürlich weit über die sich umgehend einstellende Empörung hinaus. Zeigt er doch, dass es heute nicht nur ratsam ist, sich für Bedrohtes aller Art einzusetzen. Er zeigt auch, dass dies inzwischen schon ein regelrechtes Geschäftsmodell geworden ist, eingefädelt und durchgeführt von den Google-Gründern Larry Page und Sergej Brin. Dass sie bergriffen haben, womit man Geld verdient, steht außer Frage.

So bleibt als ernüchternde Erkenntnis – jedenfalls für alle Klimaschützer –, dass nun auch ihr allerheiligstes Thema im Big Business angekommen ist. Denn mit den Träumen anderer hat man schon immer viel Geld verdienen können. Und sei es, um das eigene Image aufzubessern.