Samtgemeinde Gellersen, 19.01.2012 - Der Lüneburger Kreisverband der Linken fordert einen Bürgerentscheid, falls es zur Umwandlung der Samtgemeinde Gellersen zur Einheitsgemeinde kommen sollte. Die Partei kritisiert das Vorgehen der rot-grünen Mehrheit im Samtgemeinderat Gellersen. Karlheinz Fahrenwaldt, Vorsitzender des Kreisverbands Lüneburg: "Die Räte dürfen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entscheiden. Die Form der Gemeinde sollen diejenigen Bürgerinnen und Bürger wählen, die in diesen Gemeinden leben.“

Nach Auffassung von Fahrenwald würde eine Gemeindefusion zu einer weiteren Schwächung der Demokratie führen, da anstelle der Räte in den Dörfern Westergellersen, Südergellersen und Kirchgellersen mit jeweils einem ehrenamtlichen Bürgermeister nur noch ein Ortsvorsteher benannt würde. "Durch eine Fusion rückt die Politik immer weiter vom Bürger weg und verstärkt die Politikverdrossenheit. Die Demokratie lebt aber von der Einbeziehung möglichst vieler Menschen, besonders wenn es um kommunale Entscheidungen geht, die die Bürgerinnen und Bürger vor Ort direkt betreffen."

Sollte die kommunale Gebietsfusion tatsächlich kommen, würden sich die Linken aktiv für einen Bürgerentscheid vor Ort einsetzen. "Wir sind auf Unterschriftenaktionen vorbereitet," so Fahrenwaldt.