Heiko Dörbaum gibt sein Amt nach 27 Jahren auf – Holgar Nowak soll Nachfolger werden

So kennen ihn viele: Korrekt im Ton, im Auftreten und in der Sache hat Heiko Dörbaum viele Jahre Politik gemacht, zuletzt als Ortsvorsteher am Ebensberg. Nun hat er das Amt niedergelegt. Foto: LGheuteLüneburg, 16.12.2020 - Der Ebensberg bekommt einen neuen Ortsvorsteher. Heiko Dörbaum, der sich seit 1993 um die Geschicke der Lüneburger Ortschaft gekümmert hat, legt das Amt aus Altersgründen zum Ende dieses Jahres nieder. Zu seinem Nachfolger soll in der morgigen Ratssitzung Holgar Nowak gewählt werden. Ganzlich zurückziehen will Dörbaum sich aber dennoch nicht.

"Alles hat seine Zeit", antwortet Heiko Dörbaum, wenn man ihn nach den Gründen für die Amtsniederlegung fragt. Und : "Man soll Entscheidungen dann treffen, wenn man es noch selbst entscheiden kann." Gleichwohl habe er diese Entscheidung "schweren Herzens" getroffen, sagt der 75-Jährige. Nun sei es aber an der Zeit, die Aufgabe in die Hände Jüngerer zu geben.

1993 hatte Dörbaum das Amt des Ortsvorstehers übernommen, zwei Jahre nach seinem Einzug als SPD-Politiker in den Rat der Stadt, dem er bis 2016 angehörte. Dort war er von 2004 bis 2015 Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, zudem leitete er von 1996 bis 2016 den Bauausschuss. Bei der Kommunalwahl 2016 trat er nicht erneut für einen Einzug in den Rat an und konzentrierte sich seitdem auf seine Aufgabe als Ortsvorsteher für den Ebensberg.

Seine gewachsenen Kontakte in die Verwaltung der Stadt, vor allem auch zu seinem Parteikollegen Oberbürgermeister Ulrich Mädge wusste Dörbaum für die Belange der Ebensberger stets zu nutzen. Das 2012 am Ebensberg entstandene Stadtteilhaus ELM plus ist nicht zuletzt ihm zu verdanken.

Einen guten Draht zur Verwaltung und zum Oberbürgermeister wünscht Heiko Dörbaum auch seinem Nachfolger Holgar Nowak. "Als Ortsvorsteher ist man Mittler zwischen den Bürgern euf der einen und der Verwaltung und der Politik auf der anderen Seite." Wichtig sei, hier stets den Kontakt zu halten.

Unaktiv will Dörbaum aber auch künftig nicht sein. Auch wenn er keine politischen Ämter mehr anstrebe, werde er die SPD im Rahmen seiner Möglichkeiten auch weiterhin unterstützen. Außerdem wird er weiterhin für die Deutsch-Estnische Gesellschaft in Lüneburg unterwegs sein, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist.

Holgar Nowak ist in der Lüneburger Politik ebenfalls kein Unbekannter. 2001 trat er für die Grünen in den Rat der Stadt ein und hatte sich in mehrenen Ausschüssen engagiert, allem voran im Schulausschuss, Sportausschuss und im Jugendhilfeausschuss. Bei Letzterem übernahm er 2006 den Vorsitz, den er bis heute innehat.

Die Wahl Holgar Nowaks gilt als sicher, da die SPD bei der letzten Kommunalwahl die meisten Stimmen am Ebensberg auf sich vereinigen konnte und daher das Vorschlagsrecht hat.

UPDATE 17.12.2020: Holger Nowak gehört bis Dezember 2015 der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen an und wechselte danach zur SPD, deren Fraktion er seitdem angehört.