Polizei beendet Aktion der A39-Gegner im Lüner Holz
Lüneburg, 12.06.2026 - Das von den A39-Gegnern im Lüner Holz errichtete Protest-Camp ist vorerst Geschichte. Am Vormittag räumten Einsatzkräfte der Polizei die in den Bäumen errichteten Plattformen und Bauten, nachdem sie zuvor mehrfach eine versammlungsrechtliche Beschränkung ausgesprochen und die Möglichkeit der Fortsetzung des Protests an einem alternativen Ort angeboten hatte. Dem kamen die A39-Gegner nicht nach.
Gegen 10 Uhr am Morgen schritt die Polizei ein, rund ein Dutzend Einsatzkräfte beendeten den Belagerungs-Zustand, mit dem die A39-Gegner seit rund drei Wochen ihren Unmut gegen den Weiterbau der geplanten Autobahn kund taten. Die Polizei begründete den Einsatz mit der anhaltenden und zunehmenden Gefahrenlage.
Für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen war die Autobahnausfahrt der A39 an der Anschlussstelle Adendorf gesperrt worden. Drei Baumbesetzer waren von den Plattformen auf den Boden "begleitet" worden, teilte die Polizei mit. Bei dem Einsatz waren Kräfte der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, der Bereitschaftspolizei Lüneburg sowie Spezialkräfte der Technischen Einsatz Einheit aus Hannover eingebunden. Das Versammlungsrecht der betroffenen Personen sei im Rahmen des Einsatzes unter der genannten Beschränkung dauerhaft gewährleistet gewesen, so die Polizei.
Die A39-Gegner kritisieren den Polizeieinsatz als nicht verhältnismäßig. Hier sei gegen eine eigentlich geduldete Versammlung" vorgegangen worden. Eine Rechtsgrundlage für die Maßnahmen sei auch auf Nachfrage nicht vorgelegt oder vorgetragen worden.

