Bund lehnt Anbindung des Kiesabbaugeländes an B4 ab - Gespräche gehen weiter

Lüneburg, 24.03.2014 - Einen ersten Dämpfer müssen die Bürger von Häcklingen in ihrem Bemühen um weniger Lärm und Beeinträchtigungen durch den geplanten Kiesabbau hinnehmen. Dies geht aus einer Antwort hervor, die die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze jetzt aus dem Bundesverkehrsministerium auf ihre Anfrage zur verkehrlichen Anbindung des Kiesabbaugeländes in Häcklingen erhalten hat. "Laut des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann sei die B4 mit über 20.000 Fahrzeugen am Tag hochbelastet. Der Bund könne daher einer Nutzung der Feldzufahrt durch LKW zur Erschließung der Abbaufläche nicht zustimmen“, teilte Lotze heute mit. 

"Das ist keine erfreuliche Meldung aus dem Bundesverkehrsministerium. Die Bürgerinnen und Bürger in Häcklingen haben aus verständlichen Gründen die Möglichkeit mit der Anbindung an die B4 ins Spiel gebracht, um ihren Ort vor Lärm, Abgasen und Staub zu schützen.“

Jetzt sei die niedersächsische Straßenbauverwaltung am Zug. Gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg und dem Betreiber des Kiesabbaus müsse sie nach weiteren möglichen Streckenvarianten für den Abtransport suchen, fordert Lotze. Dabei seien die Anwohner mit einzubeziehen.

Entsprechende Gespräche mit der Straßenbaubehörde würden bereits laufen. Hiltrud Lotze: "Damit wir zügig zu einer Lösung kommen, habe ich den niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr angeschrieben und darum gebeten, seine Straßenbauverwaltung möge mit hoher Priorität an einer Lösung arbeiten. Dabei gibt es laut Aussage des Bundesverkehrsministeriums keine Vorfestlegung auf mögliche Strecken durch einen bestehenden Planfeststellungsbeschluss."

Der Kiesabbau in Häcklingen wird auch am 27. März Thema im Rat der Stadt Lüneburg sein. Zudem ist ein runder Tisch gemeinsam mit den Bewohnern in Häcklingen geplant, sobald neue Erkenntnisse zur Anbindung des Kiesabbaugeländes vorliegen.