Bahnhofsmission will mit Plakataktion Interesse wecken

Hansestadt, 31.08.2012 - "Offen für Neues sein, zuhören können und selbständig handeln", zählt Marion Oelscher die Eigenschaften auf, die für die Mitarbeit in der Bahnhofsmission wichtig sind. Sie ist die evangelische Leiterin der von Diakonieverband und Caritas getragenen Einrichtung. Das zwölfköpfige Team in Lüneburg sucht dringend Verstärkung, um weiterhin montags bis samstags Hilfe an den sieben Gleisen des Lüneburger Bahnhofs leisten zu können.

Zu diesem Zweck haben Mitarbeitende der Bahnhofsmission eine Plakataktion gestartet, mit der sie Menschen zwischen 18 und 65 Jahren dazu aufrufen, ehrenamtlich zu helfen - und zwar "mit Herz und Hand" so Marion Oelscher.

"Es geht nicht allein darum, Orientierungshilfe auf dem Bahnhof zu geben oder mobil eingeschränkten Menschen beim Einstieg zu assistieren. Oft treffen wir auf unvorhergesehene Situationen, in denen es gilt, mit der richtigen Mischung aus Tatkraft und Mitgefühl den Menschen zur Seite zu stehen."

Häufig sind Besucher in dem kleinen Aufenthaltsraum am Gleis 1 zu Gast. In der kleinen Küche wird einem Fahrschüler schnell ein Tee gemacht, während er auf seinen Zug nach Hause wartet. "Hier wird auch schon mal die eine oder andere Matheaufgabe diskutiert", lacht Frau Oelscher, "aber die Hausaufgaben machen die Fahrschüler natürlich selbst."

Ein anderes Mal trifft man vielleicht jemanden an, der seine Wohnung verloren hat oder einen verzweifelten Reisenden, dem Papiere und Geldbörse gestohlen worden sind.

Jürgen Trost ist seit zwei Jahren ehrenamtlich in der Bahnhofsmission tätig und als Koordinator für die freiwillig Mitarbeitenden zuständig. Er mag, "dass man hier selbständig handeln kann und viel Kontakt mit Menschen hat". Eine Arbeitsschicht kann zwei Stunden dauern oder auch fünf, je nach Absprache.

"Man muss schon zuverlässig sein. Dafür bieten wir unseren Ehrenamtlichen neben dem Versicherungsschutz bei Unfällen auch Weiterbildungen an, zum Beispiel über Konfliktbewältigung, dem Umgang mit Sucht- und Drogenerkrankten, Arbeit im Team, Spiritualität und Gesprächsführung", sagen Jürgen Trost und Marion Oelscher. Die beiden sind sich einig: "Wir sind in der Bahnhofsmission ein gutes Team und freuen uns auf alle, die mitmachen und neue Ideen einbringen."

Interessierte sind eingeladen, sich unter der Telefonnummer 04131-51521 zu melden. Weitere Informationen auch unter www.bahnhofsmission.de.