Statt Flüchtlingsunterkunft entstehen am Meisterweg 22 Wohnungen

So soll das Wohnungsbauprojekt am Meisterweg nach Fertigstellung aussehen. Grafik: Architekturbüro Gropp und MöllerLüneburg, 05.06.2016 - Lüneburg wächst. Nach dem Ursulahaus an der Ritterstraße und dem Projekt An der Schaperdrift ist das Bauprojekt am Meisterweg 68-70 nun bereits das dritte, mit dem die Lüneburger Wohnungsbau (Lüwobau) Wohnraum für Menschen mit mittlerem Einkommen schafft. Erst im Februar 2016 war mit dem Spatenstich der Startschuss für die zweite Flüchtlingsunterkunft in Festbauweise gefallen. Ein Bauvorhaben, das nach Ablauf einer Zehnjahresfrist für die freie Vermietung vorgesehen war. Mittlerweile erreichen jedoch deutlich weniger Asylsuchende die Hansestadt Lüneburg. Am 30. Mai war Richtfest.

Waren es im vergangenen Winter noch 70 Zuweisungen pro Woche, sind es derzeit gerade einmal zehn, sagt Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Hansestadt Lüneburg. Der Bedarf an Unterkünften sei derzeit gedeckt. Infolgedessen stehen die Mietwohnungen im nördlichen Hanseviertel nun weitaus früher als geplant dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung. Profitieren werden davon Menschen, die über ein mittleres Einkommen sowie einen Wohnberechtigungsschein verfügen. Ab Oktober bzw. November 2016 sollen die beiden zweigeschossigen Gebäude mit ihren insgesamt 22 Wohnungen bezugsfertig sein; ein Großteil bietet Raum für Drei-Personen-Haushalte, zwei Wohnungen werden zudem rollstuhlgerecht ausgestattet. Das Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro wurde unter anderem mit Hilfe von Fördermitteln der NBank finanziert.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagte in seiner Begrüßung: "Wir reden nicht nur, sondern wir machen Ernst mit dem sozialen Wohnungsbau! Bis Mitte 2017 entstehen hier im Meisterweg über 100 Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen, für Ältere und für Menschen mit Behinderungen. Wir haben gehandelt und schaffen Wohnraum für alle. So soll es weitergehen, auch an anderer Stelle!"  

Zu den Gratulanten zählte Heiner Pott, Verbandsdirektor des VDW Niedersachsen / Bremen. Dieser bezeichnete das Bauprojekt am Meisterweg als einen weiteren wichtigen Baustein innerhalb des großen Themas Sozialer Wohnungsbau. "In den letzten Jahren sind sehr viele Wohnungen aus der sozialen Bindung herausgegangen, zeitgleich wächst die Anzahl derer, die lediglich über ein mittleres beziehungsweise geringes Einkommen verfügen. Zu ihnen gehören längst nicht nur jene, die Transferleistungen wie Hartz IV beziehen, sondern mittlerweile auch zahlreiche Berufsgruppen wie Handwerker oder Pflegepersonal. Der Meisterweg ist daher ein unentbehrliches Objekt für die soziale Landschaft Lüneburgs.“