Ein neues Buch von Hans-Herbert Sellen beleuchtet die Geschichte um das ehemalige Kloster Heiligenthal
Lüneburg, 06.12.2025 - Wenn in Lüneburg von einem Kloster die Rede ist, denken wohl die meisten an Kloster Lüne. Doch Lüneburg hatte in früherer Zeit deutlich mehr Klöster, eines davon war das Kloster Heiligenthal. Hans-Herbert Sellen, langjähriges Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt (ALA) und profunder Lüneburg-Kenner, hat sich in seinem jetzt erschienenen Buch "Das Prämonstatenser-Kloster Heiligenthal" auf Spurensuche begeben.
In dem Begleittext zu dem Buch heißt es:
Das Kloster war 1382 nach Lüneburg verlegt worden, seine Kirche bereits nach sieben Jahren fertiggestellt, doch im Zuge der Reformation verkauften die letzten Mönche das Kloster an die Stadt Lüneburg. Das gesamte Areal zwischen den Straßen Am Berge, Convent-, Papen- und Wandfärberstraße wird vom Autor akribisch untersucht und mit den jeweiligen neuen Nutzungen dem Leser vorgestellt. Zahlreiche farbige Abbildungen bereichern die Arbeit.
Wesentliche Quellen, darunter die berühmten Collectaneen von Gebhardi aus den Archiven in Lüneburg und Hannover, werden genutzt. Die wertvollen Altartafeln mit den unvergleichlichen Stadtansichten Lüneburgs, heute in St. Nicolai, Kunstschätze aus dem Museum und diverse Katasterpläne werden beschrieben und eingeordnet.
Der Leser wandert im Geiste durch die alten Gassen und fragt sich, was aus den Gebäuden geworden ist. Die Kirche selber diente nach Auflösung des Klosters lange Zeit als Salzlager; im frühen 19. Jahrhundert musste sie abgebrochen werden. Sonstige Gebäude und Ländereien unterlagen wechselnder Nutzung, so auch die Wasserversorgung über den sogenannten Mönchsbrunnen. Gewohnt präzise geht der Autor auf Liegenschaften, handelnde Personen und Zeitumstände ein. Auch wer die Lüneburger Innenstadt schon zu kennen meint, wird hier sicher mit zahlreichen neuen Erkenntnissen überrascht.
Das Buch (191 Seiten) ist im Verlag des Museumsvereins für das Fürstentum Lüneburg erschienen und im Buchhandel wie auch im Museum Lüneburg für 19,80 Euro zu erwerben.

