Hansestadt, 04.04.2011 - Zur ersten Grundsteinlegung für einen kompletten Schulneubau seit mehr als 30 Jahren trafen sich heute die Kinder und Lehrkräfte der St.-Ursula-Schule, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Verwaltung und von Baufirmen. Bei strahlendem Sonnenschein

legte Oberbürgermeister Ulrich Mädge den Grundstein, tatkräftig unterstützt von Helmut Sibbel, Polier beim Generalunternehmer H.F. Wiebe aus Achim, und vom 9 Jahre alten Benjamin aus der Klassa 3a.

Entstehen soll „eine Schule, in der man prima lernen kann“, so besangen es die Grundschüler. Oberbürgermeister Mädge bekräftigte, dass das Projekt Bildungszentrum Saline, in das der Schulneubau eingebettet sei, für Rat und Verwaltung ein wichtiges Unterfangen sei. „Wir wollen damit für optimale Lern- und Lebenschancen sorgen“, so Mädge. Dazu gehörten auch die verlässliche Betreuung sowie warmes Mittagessen an der künftigen Ganztagsgrundschule.

Neubau und Entwicklung der St.-Ursula-Grundschule zur Ganztagsschule sind Teil des entstehenden Bildungszentrums, zu dem eine neue Musikschule auf dem ehemaligen Gelände der Avavcon, zentral in der Innenstadt zwischen Theater Lüneburg und Hauptpost gelegen, zählen wird. Außerdem soll eine Drei-Feld-Sporthalle gebaut werden, die zahlreichen Innenstadtschulen und Vereinen zur Verfügung stehen soll.

Schulleiter Patrick Schnüttgen lobte die „gute Idee“, Grundschule und Sporthalle, Musikschule und Theater sowie die Ausbildungswerkstatt der Avacon an einem Ort zu konzentrieren, als „großen Gewinn für alle“. Das bestehende Schulgebäude sei schon ohne Ganztagsschulbetrieb „erheblich zu klein, jetzt können wir auch mal Dinge andenken, für die bisher gar kein Raum war“.

Das Raumprogramm für die neue St.-Ursula-Schule ist mit der Landesschulbehörde und dem Landkreis (Kreisschulbaukasse) abgestimmt und orientiert sich am Standard der bestehenden Ganztagsschulen Anne-Frank und Im Roten Felde. Neben Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen sollen im Neubau z.B. ein Hausaufgabenraum sowie Küche und Mensa entstehen. Auch Gruppen für die Nachmittagsbetreuung sollen im Haus untergebracht werden. Die Diözese Hildesheim finanziert für die St.-Ursula-Schule, die eine katholische Bekenntnisschule in städtischer Trägerschaft ist, einen Raum der Stille.

Dechant Carsten Menges ging auf die Diskussionen zu Anfang der Planungen ein und fragte stellvertretend „Warum baut die Stadt für die Katholiken eine Schule?“ – die Antwort gab er gleich selbst: „Das tut sie gar nicht: Sie baut für die Kinder eine Schule“. In die Gestaltung der Schule und des gesamten Zentrums seien viele Überlegungen von vielen Seiten eingeflossen, auch sei es „gut, dass Schule und Hort St. Marien in einem Gebäude untergebracht werden“. Er bat um Gottes Segen für das Projekt und alle, die daran beteiligt sind und die später darin lernen und arbeiten werden.

Die Schule soll voraussichtlich im Herbst 2012 übergeben werden.