Neuer Anbau des Gymnasiums eingeweiht

"Schlüsselübergabe" für den neuen Anbau des Johanneums mit (v.r.) Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Schulleiter Friedrich Suhr und Architekt Carsten Grobe. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 15.08.2017 - Mit einem kleinen Festakt wurde jetzt der fertiggestellte Anbau des Johanneums eingeweiht. Damit konnten nun auch die 5. und 6. Klassen in die Schule zurückkehren, die wegen Platzmangels acht Jahre lang in der Integrierten Gesamtschule im benachbarten Kaltenmoor untergebracht waren. Unklar ist derweil, ob der neu geschaffene Platz aber angesichts der steigenden Schülerzahlen auch reichen wird. Die neuen Räume sind dafür aber mit allerlei technischem und stofflichem Schnickschnack ausgestattet.

Das Gebäude verfügt über sogenannte Heimatbereiche mit schwer entflammbaren Polstermöbeln. Hier können die Schüler gemütlich Pause machen, sie können sie aber auch für Gruppenarbeiten nutzen. Neben den 15 Unterrichtsräumen sind auch eine Lehrküche, ein Computerraum und ein Multifunktionsraum entstanden. Der verwandelt sich mit seinen verschiebbaren Wänden schnell vom Musikraum zu einer Bühne für Theater und andere Veranstaltungen.

Die Räume werden über Fernwärme beheizt. Im Sommer sorgt eine vollautomatische Nachtauskühlung für passendes Raumklima.

Das Gebäude ist mit einer Rampe und einem Fahrstuhl versehen. Eine weitere Besonderheit: Es gibt keine Schlüssel mehr. Der Neubau hat ein digitales Schließsystem. Auch Menschen mit Handikap können einen Transponder erhalten, um damit motorangetriebene Eingangs- und Flurtüren zu öffnen. "Wenn wir um- oder neubauen, dann natürlich gleich barrierefrei", erläuterte Oberbürgermeister Ulrich Mädge, als er Schulleiter Friedrich Suhr symbolisch den Transponder statt eines Schlüssels überreichte. Und noch etwas ist ihm wichtig: "Mit unseren Bildungsfondspaketen wollen wir unsere Schulen nicht nur fit für Inklusion machen, sondern immer auch für den Ganztagsbetrieb. Damit sorgen wir für die Vereinbarkeit von Familie und  Beruf."

Anlässlich der Einweihungsfeier bekundete Mädge: "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, vier Monate früher als geplant ein technisch so gut ausgestattetes Gebäude mit einem so klugen pädagogischen Konzept auf die Beine zu stellen."

Die Gesamtkosten einschließlich der Gestaltung der Außenflächen und weiterer Umbau- und Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude im kommenden Jahr betragen 6,5 Millionen Euro. Mitte 2019 beginnt dann der zweite Bauabschnitt. Dann erhält das Johanneum zum Schuljahr 2020/2021 die notwendige Kapazität für das Abitur nach 13 Jahren.