Land kündigt 2,4 Millionen Euro für neuen Erweiterungsbau des Ostpreußischen Landesmuseums an

Für den großen Philosophen der Aufklärung, Immanuel Kant aus Königsberg, soll nun ein zweiter Erweiterungsbau am Ostpreußischen Landesmuseum entstehen. Foto: Landesmuseum Lüneburg, 09.03.2018 - Das Ostpreußische Landesmuseum (OLM) in Lüneburg kann schon bald weiter wachsen. Die Landesregierung in Hannover plant, bis 2022 insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Finanzierung eines Erweiterungsbaus zur Verfügung zu stellen, wie Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (CDU) jetzt erklärte. Damit können dann auch weitere 5,6 Millionen Euro auf den Weg gebracht werden, die der Bund für die Erweiterung bereits angekündigt hat. 

"Das Ostpreußische Landesmuseum ist ein echtes Highlight in der niedersächsischen Museumslandschaft. Mit den Ausstellungsobjekten zu dem Philosophen Immanuel Kant und seinen Beständen aus dem Werk der Künstlerin Käthe Kollwitz wird es weiter an Bedeutung gewinnen. Es ist mir ein Herzensanliegen, das Haus noch attraktiver zu machen. Der geplante  Erweiterungsbau ermöglicht es, die wertvollen Bestände ansprechend und zeitgemäß zu präsentierten. Dies wird den Kulturstandort Lüneburg deutlich stärken", sagt Thümler.

Das OLM in der Trägerschaft der Kulturstiftung Ostpreußen wird durch den Bund und das Land Niedersachsen gefördert. Das Museum gibt Einblicke in die Kultur und Geschichte Ostpreußens und des Baltikums. 2016 hatte das OLM umfangreiche Bestände der Stiftung "Stadt Königsberg" von einem Museum in Duisburg übernommen. Dazu gehören insbesondere Objekte zu Immanuel Kant, für die das Lüneburger Haus nun um einen dritten Bauabschnitt erweitert werden soll. Der derzeit in Arbeit befindliche zweite Bauabschnitt soll in diesem Jahr fertig werden. Die Kosten für den geplanten dritten Bauabschnitt werden auf acht Millionen Euro geschätzt. Der Bund hatte 2017 bereits zugesagt, sich mit 5,6 Millionen Euro zu beteiligen, sofern das Land Niedersachsen seinerseits einen Anteil von 30 Prozent aufbringe.

"Mit dem nun freigegebenen Landesanteil Niedersachsens in Höhe von 2,4 Millionen Euro kann die Aufwertung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg Realität werden. Das Ziel aller Beteiligten muss es nun sein, die Eröffnung des Erweiterungsbaus spätestens bis zum 300. Geburtstag Immanuel Kants am 22. April 2024 zu realisieren", sagt der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols.

Auch die Lüneburger SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers begrüßt, dass nun die erforderlichen Mittel für den Erweiterungsbau fließen können. "Für die Region Lüneburg wäre dies ein weiterer Meilenstein im Museumsbau und eine Ehre, dem wichtigsten Denker der deutschen Aufklärung ein Zuhause zu geben", sagt Schröder-Ehlers.